dessen Titel ich hier schon gar nicht erwähnen will,
hat mir natürlich beim Lesen oftmals nicht nur ein bitteres Lächeln entlockt, sondern ich fühlte mich auch selbst manchmal getroffen. Dass wir Frauen uns oft gegen Selbstbestimmung und Autonomie entscheiden ?
Natürlich ist das so.
Dass wir uns oft nicht nach unseren eigenen Wünschen richten, sondern nach de Erwartungen der anderen, Bruder, Mutter, Chefin ? Aber klar.
Und dass wir uns auch besonders ermutigt fühlen und fast unausweichlich JA sagen, wenn uns jemand umschmeichelt, umgarnt, wenn das Team sagt: wir brauchen Dich ! Oder die Familie ruft: Du bist die Beste ? Absolut ! Wie viele Frauen im politischen Geschäft das machen, weil jemand "sie braucht" und dann entsetzt sind, wenn sie die fehlende Eigenmotivation bemerken ?
Warum habe ich dennoch kein gutes Gefühl, wenn jetzt sie und ihr Buch und vor allem: die Überschrift ihres Buches durch das Land und jeden fernsehkanal touren ?
Weil ich den Buchtitel und seine ständige Wiederholung für falsch halte,
er zementiert einen Vorbehalt und bestärkt jene, die genau diese Eigenschaft den Frauen zuschreiben. Darüber hinaus reduziert Bascha Mika ihre Analyse auf eine Mittelschichtsfrau, die sich und ihre Karriere für den Ernährer aufgibt. Sowas mag man in manchen Vorstadtvillen kurz denken, aber es stimmt nicht mal für den Prenzlauer Berg.
....es geht nicht nur um Quoten, es geht um die Häfte der Welt ...
Freitag, 1. April 2011
Donnerstag, 31. März 2011
Freitag, 25. März 2011
Dienstag, 1. März 2011
Mittwoch, 23. Februar 2011
"So schnell kann es gehen" - bald feste Frauenquote in Österreich ?
"So schnell kann es gehen. Am Wochenende hatte ÖVP-Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner Zustimmung zu einer Frauenquote in staatsnahen Unternehmen signalisiert. Zwei Tage später verhandelt er bereits mit SPÖ-Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek über die Umsetzung. Das Frauenministerium bestätigt die Gespräche, schon im März könnte die Quote für Aufsichtsräte in staatsnahen Betrieben beschlossen werden. Mitterlehner hatte im Profil angeregt, dass Aufsichtsräte von Unternehmen, in denen der Bund über 50 Prozent hält, bis 2013 zu 25 Prozent weiblich besetzt werden müssen. Bis 2018 soll die Quote 30 Prozent betragen. Die Quote sei gefordert, da die Freiwilligkeit nichts bewirkt habe, argumentiert der ÖVP-Minister. Heinisch-Hosek gewährt der Privatwirtschaft noch eine Galgenfrist zur freiwilligen Selbstverpflichtung: „Aber wenn das nicht klappt, möchte ich ab 2014 die gesetzliche Quote“, stellt sie klar." Hier weiterlesen
http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Nachrichten/2258732-2/koalition-gibt-gas-mit-frauenquote.csp
http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Nachrichten/2258732-2/koalition-gibt-gas-mit-frauenquote.csp
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Almuth Hartwig-Tiedt: "Nichts geht von allein"
Dieser Text wurde geschrieben für die Aktuelle Broschüre zum Frauentag in Marzahn-Hellersdorf
„Frauen, die nichts fordern, werden beim Wort genommen. Sie bekommen nichts.“
Simone de Beauvoir
Diese Erkenntnis der großen Feministin Simone de Beauvoir ist wie ein Programm, das die Zeit nicht überholt. Durch mein Leben begleiten mich Behauptungen wie: Frau muss sich nicht auflehnen, die Verhältnisse sind doch schon gut oder sie ändern sich von ganz allein oder sie lassen sich sowieso nicht verändern. Es hat einige Erfahrungen und Zeit gekostet, diese Versuche des Einlullens zu durchschauen.
Zu DDR-Zeiten hatte der Internationale Frauentag seinen kämpferischen Charakter verloren. Wogegen sollte frau sich auflehnen? Die Herrschenden hatten doch bereits dafür gesorgt, dass Frauen einer Existenz sichernden Arbeit nachgehen konnten. Ich blieb nach der Geburt des Kindes ein Jahr zu Hause, das nur gering abgesenkte Gehalt lief weiter. Dabei hätte es viele Gründe gegeben für Forderungen: Die Belastungen von Beruf, Kindererziehung und Haushalt blieb bei den Frauen. Männer durften nur in seltenen Ausnahmen wegen der Kindererziehung zu Hause bleiben. Häusliche und sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Frauen war ein strenges gesellschaftliches Tabu.
Um eine gerechte Bezahlung ging es bereits den ersten amerikanischen Textilarbeiterinnen, die Mitte des 19. Jahrhunderts zum ersten Mal streikten. 150 Jahre später ist die Forderung nach gleicher Bezahlung für gleichwertige Arbeit für Frauen und Männer in unserer Gesellschaft immer noch nicht eingelöst. Der Ruf, diese schreiende Ungerechtigkeit endlich aus der Welt zu schaffen, ist immer wieder zu hören, mächtig schallt er nicht. Ich denke es ist Zeit, ein breites Bündnis zu schmieden, sonst wird es auch nach weiteren Jahrzehnten heißen: Sie bekommen nichts!
Von Mini- und Midi-Jobs, von prekärer Beschäftigung, die die eigene Existenz nicht sichert, von Zweit- und Drittjobs sind vor allem Frauen betroffen. Alle nicken bei diesem Satz, auch Vertreter aus der Wirtschaft. Was folgt daraus? Flächendeckender Mindestlohn – das wäre eine Antwort, um diese bedrückende Realität zu verändern. Doch mit Schwarz und Gelb, mit den herrschenden Wirtschaftsverbänden wird es keinen Mindestlohn geben. Die Forderung nach dem flächendeckenden Mindestlohn ist auch eine frauenpolitische.
Gesetzliche Vorgaben sind nicht notwendig, heißt es, die Wirtschaft handelt von allein. Nichts geht hier von allein, Frauen gelangen nicht in die Führungsetagen der deutschen Wirtschaft. Eine gesetzliche Quote scheuen die männlichen Vorstände und Aufsichtsräte und ihre politischen Verbündeten wie der Teufel das Weihwasser. Frauen werden sich mit ihrer Kompetenz und Sachkunde durchsetzen, lautet ein zentrales Argument gegen die Quote. Bisher sind nur etwa drei Prozent der Vorstände in DAX-Unternehmen weiblich. Ist dann der Umkehrschluss richtig, dass Frauen bisher nicht qualifiziert genug sind? Wenn tatsächlich nur die Kompetenz entscheiden würde, hätten Frauen heute mindestens die Hälfte an Führungspositionen inne.
Wer sich die Forderungen, die Kämpfe um Emanzipation von Frauen anschaut, stößt auf das Phänomen, dass sie verlacht wurden. So schreiben Textilarbeiterinnen aus Crimmitschau 1869 in einem Aufruf: „Lassen wir uns nicht einschüchtern durch böse Vorurteile. Kein Hohn und Spott in der Gesellschaft soll uns abschrecken…“ Sie wurden ignoriert. Die großen Medien nahmen die Vorbereitungen auf den ersten FrauenStreikTag in Deutschland am 8. März 1994 kaum zur Kenntnis. Erst als er tatsächlich in über 100 Städten und Gemeinden phantasievoll stattfand, widmeten sie den Frauenforderungen Platz.
Aber Tage wie der Internationale Frauentag, Ausstellungen wie diese aus Marzahn-Hellersdorf, Auszeichnungsveranstaltungen wie zum Berliner Frauenpreis und zum Berliner Unternehmerinnenpreis, Parlamentsbeschlüsse zur Weiterentwicklung des Landesgleichstellungsgesetzes, die tägliche unermüdliche Arbeit von hunderten Frauenvertreterinnen und Gleichstellungsbeauftragten, Frauensalons, parlamentarische Frauenbündnisse, immer mehr emanzipierte Männer als Verbündete – das alles macht Mut und gibt Selbstvertrauen zu fordern und Forderungen durchzusetzen.
Almuth Hartwig-Tiedt ist Staatssekretärin für Frauen in Berlin
„Frauen, die nichts fordern, werden beim Wort genommen. Sie bekommen nichts.“
Simone de Beauvoir
Diese Erkenntnis der großen Feministin Simone de Beauvoir ist wie ein Programm, das die Zeit nicht überholt. Durch mein Leben begleiten mich Behauptungen wie: Frau muss sich nicht auflehnen, die Verhältnisse sind doch schon gut oder sie ändern sich von ganz allein oder sie lassen sich sowieso nicht verändern. Es hat einige Erfahrungen und Zeit gekostet, diese Versuche des Einlullens zu durchschauen.
Zu DDR-Zeiten hatte der Internationale Frauentag seinen kämpferischen Charakter verloren. Wogegen sollte frau sich auflehnen? Die Herrschenden hatten doch bereits dafür gesorgt, dass Frauen einer Existenz sichernden Arbeit nachgehen konnten. Ich blieb nach der Geburt des Kindes ein Jahr zu Hause, das nur gering abgesenkte Gehalt lief weiter. Dabei hätte es viele Gründe gegeben für Forderungen: Die Belastungen von Beruf, Kindererziehung und Haushalt blieb bei den Frauen. Männer durften nur in seltenen Ausnahmen wegen der Kindererziehung zu Hause bleiben. Häusliche und sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Frauen war ein strenges gesellschaftliches Tabu.
Um eine gerechte Bezahlung ging es bereits den ersten amerikanischen Textilarbeiterinnen, die Mitte des 19. Jahrhunderts zum ersten Mal streikten. 150 Jahre später ist die Forderung nach gleicher Bezahlung für gleichwertige Arbeit für Frauen und Männer in unserer Gesellschaft immer noch nicht eingelöst. Der Ruf, diese schreiende Ungerechtigkeit endlich aus der Welt zu schaffen, ist immer wieder zu hören, mächtig schallt er nicht. Ich denke es ist Zeit, ein breites Bündnis zu schmieden, sonst wird es auch nach weiteren Jahrzehnten heißen: Sie bekommen nichts!
Von Mini- und Midi-Jobs, von prekärer Beschäftigung, die die eigene Existenz nicht sichert, von Zweit- und Drittjobs sind vor allem Frauen betroffen. Alle nicken bei diesem Satz, auch Vertreter aus der Wirtschaft. Was folgt daraus? Flächendeckender Mindestlohn – das wäre eine Antwort, um diese bedrückende Realität zu verändern. Doch mit Schwarz und Gelb, mit den herrschenden Wirtschaftsverbänden wird es keinen Mindestlohn geben. Die Forderung nach dem flächendeckenden Mindestlohn ist auch eine frauenpolitische.
Gesetzliche Vorgaben sind nicht notwendig, heißt es, die Wirtschaft handelt von allein. Nichts geht hier von allein, Frauen gelangen nicht in die Führungsetagen der deutschen Wirtschaft. Eine gesetzliche Quote scheuen die männlichen Vorstände und Aufsichtsräte und ihre politischen Verbündeten wie der Teufel das Weihwasser. Frauen werden sich mit ihrer Kompetenz und Sachkunde durchsetzen, lautet ein zentrales Argument gegen die Quote. Bisher sind nur etwa drei Prozent der Vorstände in DAX-Unternehmen weiblich. Ist dann der Umkehrschluss richtig, dass Frauen bisher nicht qualifiziert genug sind? Wenn tatsächlich nur die Kompetenz entscheiden würde, hätten Frauen heute mindestens die Hälfte an Führungspositionen inne.
Wer sich die Forderungen, die Kämpfe um Emanzipation von Frauen anschaut, stößt auf das Phänomen, dass sie verlacht wurden. So schreiben Textilarbeiterinnen aus Crimmitschau 1869 in einem Aufruf: „Lassen wir uns nicht einschüchtern durch böse Vorurteile. Kein Hohn und Spott in der Gesellschaft soll uns abschrecken…“ Sie wurden ignoriert. Die großen Medien nahmen die Vorbereitungen auf den ersten FrauenStreikTag in Deutschland am 8. März 1994 kaum zur Kenntnis. Erst als er tatsächlich in über 100 Städten und Gemeinden phantasievoll stattfand, widmeten sie den Frauenforderungen Platz.
Aber Tage wie der Internationale Frauentag, Ausstellungen wie diese aus Marzahn-Hellersdorf, Auszeichnungsveranstaltungen wie zum Berliner Frauenpreis und zum Berliner Unternehmerinnenpreis, Parlamentsbeschlüsse zur Weiterentwicklung des Landesgleichstellungsgesetzes, die tägliche unermüdliche Arbeit von hunderten Frauenvertreterinnen und Gleichstellungsbeauftragten, Frauensalons, parlamentarische Frauenbündnisse, immer mehr emanzipierte Männer als Verbündete – das alles macht Mut und gibt Selbstvertrauen zu fordern und Forderungen durchzusetzen.
Almuth Hartwig-Tiedt ist Staatssekretärin für Frauen in Berlin
Sonntag, 20. Februar 2011
Impressionen vom Frauencongreß "Städte für Frauen" in Diyarbakir 5./6. 2. 2011
Der große Erfolg der Internationen Tagung, bei der 250 Teilnehmerinnen und 43 Rednerinnen sich zum Thema verständigten, ist vor allem das Ergebnis einer professionellen, sehr aufmerksamen und dezent steuernden Planung, an der Stelle zu allererst ein Dankeschön für das charmante Team, welches stetig und in jeder Situation gelassen und liebevoll alle Gäste betreute.
Die Relevanz der Tagung lässt sich auf drei Ebenen einordnen
Im Mittelpunkt der 3-tägigen Internationalen Konferenz stand die
1. Verständigung der kurdischen Frauen untereinander:
- wie ist die Lebenssituation der Frauen überhaupt,
- welche schwierigen Problemlagen entstehen aus Armut und Perspektivlosigkeit,
- was kann in den Städten geleistet werden, um die in die Städte strömende ländliche Bevölkerung zu integrieren,
- wie können Frauen in verantwortlichen Positionen eine praktische und gerechte Politik umsetzen.
Als weiterer Aspekt kam
2. die gegenseitige Akzeptanz der türkischen und kurdischen Frauen dazu und die Frage, wie gerade Frauen in ihrer spezifischen Rolle als Mütter, politisch Aktive, als Wissenschaftlerinnen und Publizistinnen dazu beitragen können, Hass und Gewalt gegenüber der kurdischen Minderheit zu begrenzen und zu bekämpfen.
Es ging 3. und nicht zuletzt um die Aufmerksamkeit für die Erfahrungen aus anderen Städten, aus westdeutschen Großstädten ebenso wie aus Mexiko, Argentinien und Canada: welche Projekte und welche Infrastrukturen diese Regionen sind geeignet, wo ist Übernahme denkbar, wo Abgrenzung sinnvoll und wo ist es nötig, eigene frauenpolitische Positionen zu erarbeiten, die die eigene kulturelle Identität aufnehmen und bewahren.
Die konkrete Zielstellung “Frauen in Städten“ fokussierte den Blick auf die urbanen Strukturen, als Fluchtpunkt vieler Migrantinnen, als Hoffnungsort für viele Frauen aus Dörfern und natürlich auch als Traum vom Leben in sauberer und sicherer Umgebung. Im Umfeld dieser zentralen Themen ging es um Fragen der Infrastruktur, der bezahlbaren Dienstleistungen, der für Frauen zugänglichen öffentlichen Räume und um mediale Präsenz und Öffentlichkeit.
Die anwesenden Frauen waren außergewöhnlich engagiert und aufmerksam über die ganze Tagung hinweg. Die Atmosphäre zeugte davon, dass der gerechte Kampf der Frauen um Gleichberechtigung, Gleichstellung, gleichen Lohn und um Akzeptanz ihrer politischen Ziele von ALLEN Frauen, jung wie alt, Türkinnen ebenso wie Kurdinnen, extrem wertgeschätzt wird, dass es hohen Gesprächsbedarf gibt und vor allem eine ernsthafte Kultur des Zuhörens und der respektvollen Aufnahme. Insbesondere jene Frauen, die ihr frauenpolitisches Engagement mit dem Gefängnis bezahlen mussten, sind aufgrund dieser biographischen Situation glaubhafte und überzeugende Rollenvorbilder für die jungen kurdischen Frauen - aber auch die Bürgermeisterinnen, die in politischer Verantwortung sind, werden für die von ihnen übernommene Rolle gewürdigt und repektiert.
Zu den interessanten Frauen gehörten unter den
42 Rednerinnen für mich:
- die Bürgermeisterinnen der verschienenen kurdischen Städte wie
Caglar Demirel, Bmin von Derik
Ayse Gökkan, Bmin von Nusaybin
Yüksel Baran, Bmin von Baglar
Edibe Sahin Bmin von Sersim
- Prabha Khosla aus Kanada von der Toronto City Women Alliance
- Kajal Rahmani von der Harvard University USA
- Sinikka Mikola Association of Development Consultants Finnand
- Ellen Woodsworth aus Vancouver http://ellenwoodsworth.com/
- Muty Özteniz aus Istanbul
- Nükhet Sirman von der Uni in Istanbul http://www.soc.boun.edu.tr/person_en.php?rowid=13
- Clara Lindblom aus Schweden
Insbesondere die kämpferische Sicht auf Unterdrückung und die eigene Rolle im Prozess der Verbesserung der Lebenssituation von Frauen ist bemerkenswert.
Einig waren sich alle Beteiligten, dass diese Emotionalität, diese dennoch konstruktive Sicht auf den Alltag, diese Gleichzeitigkeit von Pragmatismus und visionärer Haltung in vielen westlichen Ländern leider im Lauf der feministischen Debatten verloren gegangen ist. Es war großartig und ermutigend, diese Dynamik hautnah zu erleben.
Ich selbst habe die Gastfreundschaft insbesondere von Feleknas Uka, ( http://www.feleknas-uca-stiftung.de/) die Ort in hohem Maße geschätzt wird,
und die dennoch auch keine Zeit und Mühe scheute, uns selbst mit den allen Akteurinnen bekannt zu machen, als besonders wertvoll empfunden.
Vielen Dank.
Darüber hinaus war aber auch seitens der Bürgermeisterinnen der kurdischen Städte in der Region ein aufrichtiges Interesse, große Ernsthaftigkeit und eine solidarische Herzlichkeit ohnegleichen zu spüren. Diese offene Stimmung war es, die neben den Berichten über die Unterdrückung der Frauen sensibilisierte für die Lage des kurdischen Volkes – ein wichtiger Impuls auch für mich, die Thematik weiter zu verfolgen in der eigenen politischen Arbeit.
Einige der Frauen, gerade auch Wissenschaftlerinnen in Istanbul, sind sicher als Partnerinnen auch für Berliner Projekte geeignet.
Darüber hinaus ist zu überlegen, wie aus dem Netzwerk von Prabha Khosla Gewinn zu ziehen ist bzw. Berlin sich beteiligt http://www.wnsf.org/
Beachtenswert auch war die außerordentliche Resonanz in den Medien, das örtliche Fernsehen hat live übertragen und die starke Anteilnahme der Presse bestätigte die Frauen in ihrer Arbeit.
Website des Veranstalters http://www.baglar.bel.tr/
Die Relevanz der Tagung lässt sich auf drei Ebenen einordnen
Im Mittelpunkt der 3-tägigen Internationalen Konferenz stand die
1. Verständigung der kurdischen Frauen untereinander:
- wie ist die Lebenssituation der Frauen überhaupt,
- welche schwierigen Problemlagen entstehen aus Armut und Perspektivlosigkeit,
- was kann in den Städten geleistet werden, um die in die Städte strömende ländliche Bevölkerung zu integrieren,
- wie können Frauen in verantwortlichen Positionen eine praktische und gerechte Politik umsetzen.
Als weiterer Aspekt kam
2. die gegenseitige Akzeptanz der türkischen und kurdischen Frauen dazu und die Frage, wie gerade Frauen in ihrer spezifischen Rolle als Mütter, politisch Aktive, als Wissenschaftlerinnen und Publizistinnen dazu beitragen können, Hass und Gewalt gegenüber der kurdischen Minderheit zu begrenzen und zu bekämpfen.
Es ging 3. und nicht zuletzt um die Aufmerksamkeit für die Erfahrungen aus anderen Städten, aus westdeutschen Großstädten ebenso wie aus Mexiko, Argentinien und Canada: welche Projekte und welche Infrastrukturen diese Regionen sind geeignet, wo ist Übernahme denkbar, wo Abgrenzung sinnvoll und wo ist es nötig, eigene frauenpolitische Positionen zu erarbeiten, die die eigene kulturelle Identität aufnehmen und bewahren.
Die konkrete Zielstellung “Frauen in Städten“ fokussierte den Blick auf die urbanen Strukturen, als Fluchtpunkt vieler Migrantinnen, als Hoffnungsort für viele Frauen aus Dörfern und natürlich auch als Traum vom Leben in sauberer und sicherer Umgebung. Im Umfeld dieser zentralen Themen ging es um Fragen der Infrastruktur, der bezahlbaren Dienstleistungen, der für Frauen zugänglichen öffentlichen Räume und um mediale Präsenz und Öffentlichkeit.
Die anwesenden Frauen waren außergewöhnlich engagiert und aufmerksam über die ganze Tagung hinweg. Die Atmosphäre zeugte davon, dass der gerechte Kampf der Frauen um Gleichberechtigung, Gleichstellung, gleichen Lohn und um Akzeptanz ihrer politischen Ziele von ALLEN Frauen, jung wie alt, Türkinnen ebenso wie Kurdinnen, extrem wertgeschätzt wird, dass es hohen Gesprächsbedarf gibt und vor allem eine ernsthafte Kultur des Zuhörens und der respektvollen Aufnahme. Insbesondere jene Frauen, die ihr frauenpolitisches Engagement mit dem Gefängnis bezahlen mussten, sind aufgrund dieser biographischen Situation glaubhafte und überzeugende Rollenvorbilder für die jungen kurdischen Frauen - aber auch die Bürgermeisterinnen, die in politischer Verantwortung sind, werden für die von ihnen übernommene Rolle gewürdigt und repektiert.
Zu den interessanten Frauen gehörten unter den
42 Rednerinnen für mich:
- die Bürgermeisterinnen der verschienenen kurdischen Städte wie
Caglar Demirel, Bmin von Derik
Ayse Gökkan, Bmin von Nusaybin
Yüksel Baran, Bmin von Baglar
Edibe Sahin Bmin von Sersim
- Prabha Khosla aus Kanada von der Toronto City Women Alliance
- Kajal Rahmani von der Harvard University USA
- Sinikka Mikola Association of Development Consultants Finnand
- Ellen Woodsworth aus Vancouver http://ellenwoodsworth.com/
- Muty Özteniz aus Istanbul
- Nükhet Sirman von der Uni in Istanbul http://www.soc.boun.edu.tr/person_en.php?rowid=13
- Clara Lindblom aus Schweden
Insbesondere die kämpferische Sicht auf Unterdrückung und die eigene Rolle im Prozess der Verbesserung der Lebenssituation von Frauen ist bemerkenswert.
Einig waren sich alle Beteiligten, dass diese Emotionalität, diese dennoch konstruktive Sicht auf den Alltag, diese Gleichzeitigkeit von Pragmatismus und visionärer Haltung in vielen westlichen Ländern leider im Lauf der feministischen Debatten verloren gegangen ist. Es war großartig und ermutigend, diese Dynamik hautnah zu erleben.
Ich selbst habe die Gastfreundschaft insbesondere von Feleknas Uka, ( http://www.feleknas-uca-stiftung.de/) die Ort in hohem Maße geschätzt wird,
und die dennoch auch keine Zeit und Mühe scheute, uns selbst mit den allen Akteurinnen bekannt zu machen, als besonders wertvoll empfunden.
Vielen Dank.
Darüber hinaus war aber auch seitens der Bürgermeisterinnen der kurdischen Städte in der Region ein aufrichtiges Interesse, große Ernsthaftigkeit und eine solidarische Herzlichkeit ohnegleichen zu spüren. Diese offene Stimmung war es, die neben den Berichten über die Unterdrückung der Frauen sensibilisierte für die Lage des kurdischen Volkes – ein wichtiger Impuls auch für mich, die Thematik weiter zu verfolgen in der eigenen politischen Arbeit.
Einige der Frauen, gerade auch Wissenschaftlerinnen in Istanbul, sind sicher als Partnerinnen auch für Berliner Projekte geeignet.
Darüber hinaus ist zu überlegen, wie aus dem Netzwerk von Prabha Khosla Gewinn zu ziehen ist bzw. Berlin sich beteiligt http://www.wnsf.org/
Beachtenswert auch war die außerordentliche Resonanz in den Medien, das örtliche Fernsehen hat live übertragen und die starke Anteilnahme der Presse bestätigte die Frauen in ihrer Arbeit.
Website des Veranstalters http://www.baglar.bel.tr/
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Women
Donnerstag, 3. Februar 2011
Berlin - City of Women - Experiences and results
das sindStichworte für die Bilanz Berlin City of women
HIER WIRD NOCH DRAN GEARBEITET
Prinzipien: Strategische Bündnisse langfristig entwickeln
HIER WIRD NOCH DRAN GEARBEITET
Prinzipien: Strategische Bündnisse langfristig entwickeln
Kontinuität und stete Kommunikation
Feedback und Flexibilität
Ziele Themen:
Berufstätige Frauen - eigene Existenzsicherung
Gleicher Lohn - gerechter Lohn - gute Arbeit
Ziele Themen:
Berufstätige Frauen - eigene Existenzsicherung
Gleicher Lohn - gerechter Lohn - gute Arbeit
Frauenkompetenz in Führung vorleben
Stadtraum für Frauen - sichere Orte - keine Gewalt gegen Frauen
Demokratie und Teilhabe
Stadtraum für Frauen - sichere Orte - keine Gewalt gegen Frauen
Demokratie und Teilhabe
Projekte und Erreichtes _ Zivilgesellschaft und government together
1. Frauen brauchen gleichen Lohn
equal pay - Berlin beteiligt sich am Equal Pay Day
Gleiche Lohn für gleiche Arbeit - zuallererst in der Berliner Verwaltung
2. Frauen gehören in alle Gremien
Landesgleichstellungsgesetz
seit 20 Jahren
jetzt im November Novelle Mehr Führungsfrauen in Gremien und Aufsichtsräte, Besetzung in Vorständen, in Politik ebenso
Bundesratsinitiative 40 % -
Aufsichtsräte 9,4 - 42 %
im gehobenen Landesdienst 33 -44 %
3. Frauen müssen im Stadtraum präsent sein
Erfolgsgeschichten muss frau auch erzählen
Auszeichnung Berliner Frauenpreis jedes Jahr
Berliner Unternehmerinnenpreis
Berliner Frauensalon Feinkost
Porträts von Frauen in den Medien
4. Frauen brauchen eigene ( geschützte ) Orte
Fraueninfrastruktur erhalten
Anpassung an die Anforderungen - sind sie auch für junge Frauen attraktiv ?
Anpassung an die Orte, die junge Frauen suchen
5. Landesintitiave Gleichstellung in der Wirtschaft
Partner aus der IHK, den Gewerkschaften ...
Breites Bündnis
Wirtschaft einbinden !
Während die Ministerinnen im Bund das noch probieren, während seit Jahren debattiert wird, tun wir das einfach !
Diversity Broschüre, Debatten
neues Herangehen an den Wirtschaft- und Arbeitsmarktbericht
es müssen dann auch Zahlen zu Frauen un Männern erhoben werden
GEnder MAinstremaing Ansatz praktisch
Überprüfung der Förderpolitk - Arbeitsplätze für Frauen
6. Unternehmen unterstützen, familiengerechte Arbeitszeitmodelle auszuprobieren
Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird in der Wirtschaftsförderung, dem Marketing aktiv beworben
7. Girls Day - Aktivitäten für Mädchen
8. Gewalt kommt nicht in die Tüte
Kampagnen in den Unternehmen
Aktion des Senators vor Ort
9. Bildung = Frauenpolitik
Frauenanteil an den Berliner Hochschulen ist gestiegen
Promotionen um knapp dreizehn Prozent (von 38,2 auf 46,9 %) Habilitationen um 8,6 Prozent(von 23,6 auf 32,2%) Frauenanteil an den Berliner Hochschulen ist gestiegen
Bei den wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den Hochschulen ist der Frauenanteil um fast sechs Prozent (von 35,2 auf 41,6 %) gestiegen. Die Neuberufungsquote bei den Professuren liegt seit 2006 durchschnittlich bei 40 Prozent. Damit hat sich der Frauenanteil um fast 14 Prozent (von 13,5 auf 27,5 %) erhöht. Berlin nimmt damit in Deutschland eine Spitzenposition ein. Im Vergleich zum Jahr 2000 waren im Jahr 2009 absolut 403 Professorinnen zusätzlich in Forschung und Lehre tätig (Professorinnen in 2000: 347, 2009:750).
10. Vielfalt der Frauen sichtbar machen
Abteil der Migrantinnen,
Preise für Unternehmen mit Diversity
11. Armut bekämpfen
12. Landesgleichstellungsprogramm
in allen anderen Ressorts
13. Landesgleichstellungsgesetz
14. Gender Mainstreaming Geschäftsstelle
Dienstag, 25. Januar 2011
Die nächsten Termine
Freitag, 28. Januar 2011, 19 Uhr Das Frauenzentrum Paula Panke feiert 21.Geburtstag und lädt alle herzlich ein Lateinamerikanische Livemusik, Essen und DJane Ronja. Veranstaltungsort: Frauenzentrum Paula Panke Schulstraße 25 13187 Berlin
Öffnungszeiten: Montag, 10 bis 18, Donnerstag, 12 bis 19 Uhr, Nach
telefonischer Vereinbarung unter: 030 / 480 99 846 Eintritt: Spende
Astrid Landero Weitere Infos finden Sie unter: http://www.paula-panke.de/
Montag, 31. Januar 2011, 20 Uhr Veranstaltungsreihe "Krisenzeiten – Welche (Aus-)Wirkungen hat die Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Lebenssituation von Frauen?"
Beschäftigungspolitik in Zeiten der Krise. Ist Frauenerwerbsarbeit zweitrangig?
Zur wirtschaftlichen Stabilisierung und um Beschäftigung zu sichern, erließ die Bundesregierung im Winter 2008/2009 zwei Konjunkturpakete. Sie reagierte damit auf die Wirtschafts- und Finanzkrise. Welche Begünstigungen oder Nachteile sind darin für die weiblichen Beschäftigten enthalten? Lässt sich aus der Beschäftigungspolitik schließen, dass Frauenerwerbsarbeit zweitrangig ist? Referentin: Dr. Gabriele Schambach (GenderworkS). Veranstaltungsort: EWA e.V.-Frauenzentrum
Prenzlauer Allee 6 10405 Berlin http://www.ewa-frauenzentrum.de/ Telefon: 030-442 55 42
Mittwoch, 23. Februar 2011 um 18 Uhr Neujahrsempfang der Überparteilichen Fraueninitiative Berlin http://www.berlin-stadtderfrauen.de/ Die ÜPFI vereinigt Frauen aller Parteien, bitte selbst auf der Website anmelden !
24. Februar 18 Uhr Veranstaltung der Fraktion Die Linke
"Bilanz der Berliner Frauenpolitik" mit Evrim Baba und mit Frauensenator Harald Wolf
Ort: im Abghaus Helga Elias Elias@linksfraktion-berlin.de
07. März 2011, 19:30 Uhr
Ansichten und Einsichten über eine berühmte Frauenrechtlerin: Clara Zetkin - Befreiungssehnsüchtige
Eine Hommage an eine einflussreiche sozialistische Politikerin, Frauenrechtlerin und Frau: Clara Zetkin. Kompromisslose Kämpferin für die Gleichberechtigung von Frau und Mann in einer von Männern dominierten Gesellschaft. 100 Jahre Internationaler Frauentag 2011 –initiiert durch Clara Zetkin fand der erste Internationale Frauentag am 19. März 1911 statt. Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA beteiligten sich. Angelika Warning und Silke Lange präsentieren Ansichten und Einsichten über die berühmte Frauenrechtlerin in Lied und Text.
Veranstaltungsort: Freie Volksbühne Berlin e.V.
Ruhstraße 6 10709 Berlin Weitere Infos finden Sie unter: http://www.lustaufkultur.de/
07. März 18 Uhr Internationaler Frauentag
zentrale Veranstaltung der Senatsverwaltung für Frauen,
Übergabe des Frauenpreises Berlin an eine verdiente Frau
Rede des Frauensenators http://www.berlin.de/sen/frauen/oeff-raum/frauenpreis
Öffnungszeiten: Montag, 10 bis 18, Donnerstag, 12 bis 19 Uhr, Nach
telefonischer Vereinbarung unter: 030 / 480 99 846 Eintritt: Spende
Astrid Landero Weitere Infos finden Sie unter: http://www.paula-panke.de/
Montag, 31. Januar 2011, 20 Uhr Veranstaltungsreihe "Krisenzeiten – Welche (Aus-)Wirkungen hat die Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Lebenssituation von Frauen?"
Beschäftigungspolitik in Zeiten der Krise. Ist Frauenerwerbsarbeit zweitrangig?
Zur wirtschaftlichen Stabilisierung und um Beschäftigung zu sichern, erließ die Bundesregierung im Winter 2008/2009 zwei Konjunkturpakete. Sie reagierte damit auf die Wirtschafts- und Finanzkrise. Welche Begünstigungen oder Nachteile sind darin für die weiblichen Beschäftigten enthalten? Lässt sich aus der Beschäftigungspolitik schließen, dass Frauenerwerbsarbeit zweitrangig ist? Referentin: Dr. Gabriele Schambach (GenderworkS). Veranstaltungsort: EWA e.V.-Frauenzentrum
Prenzlauer Allee 6 10405 Berlin http://www.ewa-frauenzentrum.de/ Telefon: 030-442 55 42
Mittwoch, 23. Februar 2011 um 18 Uhr Neujahrsempfang der Überparteilichen Fraueninitiative Berlin http://www.berlin-stadtderfrauen.de/ Die ÜPFI vereinigt Frauen aller Parteien, bitte selbst auf der Website anmelden !
24. Februar 18 Uhr Veranstaltung der Fraktion Die Linke
"Bilanz der Berliner Frauenpolitik" mit Evrim Baba und mit Frauensenator Harald Wolf
Ort: im Abghaus Helga Elias Elias@linksfraktion-berlin.de
07. März 2011, 19:30 Uhr
Ansichten und Einsichten über eine berühmte Frauenrechtlerin: Clara Zetkin - Befreiungssehnsüchtige
Eine Hommage an eine einflussreiche sozialistische Politikerin, Frauenrechtlerin und Frau: Clara Zetkin. Kompromisslose Kämpferin für die Gleichberechtigung von Frau und Mann in einer von Männern dominierten Gesellschaft. 100 Jahre Internationaler Frauentag 2011 –initiiert durch Clara Zetkin fand der erste Internationale Frauentag am 19. März 1911 statt. Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA beteiligten sich. Angelika Warning und Silke Lange präsentieren Ansichten und Einsichten über die berühmte Frauenrechtlerin in Lied und Text.
Veranstaltungsort: Freie Volksbühne Berlin e.V.
Ruhstraße 6 10709 Berlin Weitere Infos finden Sie unter: http://www.lustaufkultur.de/
07. März 18 Uhr Internationaler Frauentag
zentrale Veranstaltung der Senatsverwaltung für Frauen,
Übergabe des Frauenpreises Berlin an eine verdiente Frau
Rede des Frauensenators http://www.berlin.de/sen/frauen/oeff-raum/frauenpreis
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Harald Wolf
Dienstag, 18. Januar 2011
DB Research: Auf dem Weg zu Gender-balanced leadership: Was nicht funktioniert hat - und was funktionieren könnte
Obwohl eine höhere Zahl von Frauen in Führungspositionen den Unternehmen nutzt, zeigt die Realität, dass das Verhältnis zwischen Frauen und Männern in Führungspositionen bei weitem nicht ausgeglichen ist. Angesichts der Knappheit an gut ausgebildetem Personal und angesichts der Tatsache, dass mehr als die Hälfte der talentierten Nachwuchskräfte Frauen sind, ist ein solches Ungleichgewicht auf Dauer nicht haltbar. Interessierte Unternehmen sollten daher überholte Einstellungen und Prozesse im eigenen Hause ändern. Sie müssen Gender-Fragen als zentrales Thema begreifen, das auf Vorstandsebene angegangen werden muss. Hierbei ist wichtig, zu akzeptieren, dass Frauen anders sind, und diese Unterschiede sinnvoll in die Unternehmenskultur zu integrieren. Es geht darum, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das für beide Geschlechter attraktiv ist und so das Potenzial des Unternehmens stärkt.
http://www.dbresearch.de/MAIL/DBR_INTERNET_DE-PROD/PROD0000000000267540.pdf
Internet: http://www.dbresearch.de
http://www.dbresearch.de/MAIL/DBR_INTERNET_DE-PROD/PROD0000000000267540.pdf
Internet: http://www.dbresearch.de
Soeben ist der neue DIW Wochenbericht zu Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten großer Unternehmen in Deutschland erschienen,
Außerdem wurde heute das neue DIW Managerinnen-Barometer vorgestellt.
Elke Holst/Julia Schimeta: 29 von 906: Weiterhin kaum Frauen in Top-Gremien großer Unternehmen / Krise nicht genutzt: Führungspositionen großer Finanzunternehmen weiter fest in Männerhand. In: Wochenbericht des DIW Berlin, 3/2011
Sie können den Wochenbericht unter der folgendenden URL kostenlos herunterladen:
http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.366825.de/11-3-1.pdf
Führungspositionen weiter fest in Männerhand
Frauenanteil in Vorständen und Aufsichtsräten nur marginal gestiegen
In den Aufsichtsräten und Vorständen in Deutschland gibt es weiterhin kaum Frauen. Mehr als 90 Prozent der 100 größten Unternehmen haben nicht eine einzige Frau im Vorstand. Nach dem heute veröffentlichten DIW-Managerinnen-Barometer lag der Frauenanteil 2010 in den Vorständen der Top-200-Unternehmen bei 3,2 Prozent, in den größten 100 sowie den DAX30-Unternehmen sogar bei mageren 2,2 Prozent. „Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass freiwillige Selbstverpflichtungen wie bisher nicht reichen“, sagte DIW-Expertin Elke Holst bei der Vorstellung des DIW-Managerinnen-Barometers. „Wenn die Unternehmen den Frauenanteil in Führungspositionen signifikant steigern wollen, sollten sie sich verbindliche Zielgrößen geben und diese innerhalb fester Zeitrahmen umsetzen.“
Die neuen Zahlen des DIW Berlin zeigen, dass der Männeranteil in den Vorständen der 200 größten Unternehmen in Deutschland (außerhalb der Finanzbranche) überwältigend ist. Inwieweit ein Rückgang um zwei Prozentpunkte auf 96,8 Prozent in den vergangenen fünf Jahren Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation geben kann, bleibt abzuwarten. „Die Unternehmen haben sich schon 2001 für mehr Frauen in Führungspositionen ausgesprochen“, erinnert Elke Holst. „Angesichts dieser Versprechen ist ein Plus von 18 Sitzen gegenüber 2006 schlicht zu wenig.“ 877 von 906 Vorstandsposten in den großen 200 Unternehmen werden von Männern besetzt.
Banken lassen Chancen ungenutzt
Trübe sieht es für Frauen laut DIW-Managerinnen-Barometer in der Finanzbranche aus. Dort sind mehr als die Hälfte der Beschäftigten Frauen. Bei Banken und Sparkassen war es im Rahmen der Finanzkrise zu massiven Umwälzungen in den Vorständen und Aufsichtsräten gekommen – die Hoffnung, dass sich dadurch auch der Frauenanteil erhöht, hat sich aber nicht erfüllt: Der Frauenanteil in den Vorständen liegt hier bei 2,9 Prozent und damit nur 0,4 Prozentpunkte höher als 2006, bei den Versicherungen befindet er mit 2,5 Prozent auf dem Ausgangsniveau von 2006. 90 der 100 größten Banken und Sparkassen in Deutschland haben reine Männervorstände, auch bei den Versicherungen sind es mehr als 80 Prozent.
Nur ein einziges Finanzinstitut in Deutschland, die Hypo Real Estate, hat seit Mai 2010 eine weibliche Vorstandsvorsitzende. Der Grund für die Marginalisierung von Frauen liegt für Elke Holst in der Unternehmenskultur: „Sehr lange Arbeitszeiten und die Aufopferung für den Betrieb werden meist als wichtiges Qualifikationsmerkmal für Führungskräfte angesehen“. Das sei nicht nur für Frauen ein Problem – auch Männer, die sich neben der Arbeit um ihre Familie kümmern wollen, kämen in einer solchen Unternehmenskultur nicht weit.
Frauen in Aufsichtsräten – meist Arbeitnehmervertreterinnen
In den Aufsichtsräten gibt es auf den ersten Blick mehr Frauen als in den Vorständen: Immerhin 10,6 Prozent der Aufsichtsratsposten in den Top-200-Unternehmen sind in Frauenhand. Der Grund dafür sind die Mitbestimmungsregelungen, erklärte Elke Holst: „Mehr als 70 Prozent der Frauen in Aufsichtsräten sind Arbeitnehmervertreterinnen.“ Nur zwei der 200 größten Unternehmen haben eine Aufsichtsratsvorsitzende: Henkel und die Würth-Gruppe – in beiden Fällen stammen die Vorsitzenden aus der Eigentümerfamilie der Unternehmen. In den Banken und Sparkassen ist der Frauenanteil in den Aufsichtsräten mit 16,3 Prozent am höchsten, dabei spielt es praktisch keine Rolle, ob das Haus öffentlich-rechtlich oder privat ist.
Internationaler Vergleich: Deutschland schlechter als China, Brasilien und Russland
Im EU-Vergleich liegt Deutschland beim Frauenanteil in den Aufsichtsräten aufgrund der Mitbestimmungsregelungen im Mittelfeld. Bei den Vorständen sieht es hingegen besonders düster aus: Schweden, Frankreich und die USA, aber auch China, Brasilien und Russland: In allen diesen Ländern finden sich mehr Frauen in Vorstandsposten als in Deutschland.
„Am besten wäre es, wenn die Unternehmen selbst mehr Frauen in Führungspositionen berufen“, so Elke Holst. Dies sei in deren eigenem Interesse – denn Studien zeigen, dass mehr Frauen an der Spitze sich auch für das Unternehmen rechnen. Zudem dürfte die öffentliche Zustimmung zu einer gesetzlich festgelegten Quote wachsen, solange die Unternehmen nicht selber für mehr Frauen in Spitzengremien sorgen. „Lippenbekenntnisse und unverbindliche Absichtserklärung reichen nicht mehr aus“, sagte Holst. „Die Unternehmen sind gut beraten sich quantifizierte Ziele zu geben und sie zügig umzusetzen.“
DIW-Managerinnen-Barometer
Das DIW-Managerinnen-Barometer beobachtet die Trends bei der Besetzung von Spitzenpositionen in großen deutschen Unternehmen durch Frauen und Männer. Seit 2006 wird dazu einmal jährlich die Anzahl der Frauen in den Vorständen und Aufsichtsräten der 200 größten deutschen Unternehmen ausgewertet. Zusätzlich wird die Entwicklung im Finanzsektor, also bei den 100 größten Banken und Versicherungen erfasst. Zudem werden Sonderauswertungen zu den DAX-30-Unternehmen und Unternehmen der öffentlichen Wirtschaft in diesem Jahr präsentiert.
Elke Holst/Julia Schimeta: 29 von 906: Weiterhin kaum Frauen in Top-Gremien großer Unternehmen / Krise nicht genutzt: Führungspositionen großer Finanzunternehmen weiter fest in Männerhand. In: Wochenbericht des DIW Berlin, 3/2011
Sie können den Wochenbericht unter der folgendenden URL kostenlos herunterladen:
http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.366825.de/11-3-1.pdf
Führungspositionen weiter fest in Männerhand
Frauenanteil in Vorständen und Aufsichtsräten nur marginal gestiegen
In den Aufsichtsräten und Vorständen in Deutschland gibt es weiterhin kaum Frauen. Mehr als 90 Prozent der 100 größten Unternehmen haben nicht eine einzige Frau im Vorstand. Nach dem heute veröffentlichten DIW-Managerinnen-Barometer lag der Frauenanteil 2010 in den Vorständen der Top-200-Unternehmen bei 3,2 Prozent, in den größten 100 sowie den DAX30-Unternehmen sogar bei mageren 2,2 Prozent. „Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass freiwillige Selbstverpflichtungen wie bisher nicht reichen“, sagte DIW-Expertin Elke Holst bei der Vorstellung des DIW-Managerinnen-Barometers. „Wenn die Unternehmen den Frauenanteil in Führungspositionen signifikant steigern wollen, sollten sie sich verbindliche Zielgrößen geben und diese innerhalb fester Zeitrahmen umsetzen.“
Die neuen Zahlen des DIW Berlin zeigen, dass der Männeranteil in den Vorständen der 200 größten Unternehmen in Deutschland (außerhalb der Finanzbranche) überwältigend ist. Inwieweit ein Rückgang um zwei Prozentpunkte auf 96,8 Prozent in den vergangenen fünf Jahren Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation geben kann, bleibt abzuwarten. „Die Unternehmen haben sich schon 2001 für mehr Frauen in Führungspositionen ausgesprochen“, erinnert Elke Holst. „Angesichts dieser Versprechen ist ein Plus von 18 Sitzen gegenüber 2006 schlicht zu wenig.“ 877 von 906 Vorstandsposten in den großen 200 Unternehmen werden von Männern besetzt.
Banken lassen Chancen ungenutzt
Trübe sieht es für Frauen laut DIW-Managerinnen-Barometer in der Finanzbranche aus. Dort sind mehr als die Hälfte der Beschäftigten Frauen. Bei Banken und Sparkassen war es im Rahmen der Finanzkrise zu massiven Umwälzungen in den Vorständen und Aufsichtsräten gekommen – die Hoffnung, dass sich dadurch auch der Frauenanteil erhöht, hat sich aber nicht erfüllt: Der Frauenanteil in den Vorständen liegt hier bei 2,9 Prozent und damit nur 0,4 Prozentpunkte höher als 2006, bei den Versicherungen befindet er mit 2,5 Prozent auf dem Ausgangsniveau von 2006. 90 der 100 größten Banken und Sparkassen in Deutschland haben reine Männervorstände, auch bei den Versicherungen sind es mehr als 80 Prozent.
Nur ein einziges Finanzinstitut in Deutschland, die Hypo Real Estate, hat seit Mai 2010 eine weibliche Vorstandsvorsitzende. Der Grund für die Marginalisierung von Frauen liegt für Elke Holst in der Unternehmenskultur: „Sehr lange Arbeitszeiten und die Aufopferung für den Betrieb werden meist als wichtiges Qualifikationsmerkmal für Führungskräfte angesehen“. Das sei nicht nur für Frauen ein Problem – auch Männer, die sich neben der Arbeit um ihre Familie kümmern wollen, kämen in einer solchen Unternehmenskultur nicht weit.
Frauen in Aufsichtsräten – meist Arbeitnehmervertreterinnen
In den Aufsichtsräten gibt es auf den ersten Blick mehr Frauen als in den Vorständen: Immerhin 10,6 Prozent der Aufsichtsratsposten in den Top-200-Unternehmen sind in Frauenhand. Der Grund dafür sind die Mitbestimmungsregelungen, erklärte Elke Holst: „Mehr als 70 Prozent der Frauen in Aufsichtsräten sind Arbeitnehmervertreterinnen.“ Nur zwei der 200 größten Unternehmen haben eine Aufsichtsratsvorsitzende: Henkel und die Würth-Gruppe – in beiden Fällen stammen die Vorsitzenden aus der Eigentümerfamilie der Unternehmen. In den Banken und Sparkassen ist der Frauenanteil in den Aufsichtsräten mit 16,3 Prozent am höchsten, dabei spielt es praktisch keine Rolle, ob das Haus öffentlich-rechtlich oder privat ist.
Internationaler Vergleich: Deutschland schlechter als China, Brasilien und Russland
Im EU-Vergleich liegt Deutschland beim Frauenanteil in den Aufsichtsräten aufgrund der Mitbestimmungsregelungen im Mittelfeld. Bei den Vorständen sieht es hingegen besonders düster aus: Schweden, Frankreich und die USA, aber auch China, Brasilien und Russland: In allen diesen Ländern finden sich mehr Frauen in Vorstandsposten als in Deutschland.
„Am besten wäre es, wenn die Unternehmen selbst mehr Frauen in Führungspositionen berufen“, so Elke Holst. Dies sei in deren eigenem Interesse – denn Studien zeigen, dass mehr Frauen an der Spitze sich auch für das Unternehmen rechnen. Zudem dürfte die öffentliche Zustimmung zu einer gesetzlich festgelegten Quote wachsen, solange die Unternehmen nicht selber für mehr Frauen in Spitzengremien sorgen. „Lippenbekenntnisse und unverbindliche Absichtserklärung reichen nicht mehr aus“, sagte Holst. „Die Unternehmen sind gut beraten sich quantifizierte Ziele zu geben und sie zügig umzusetzen.“
DIW-Managerinnen-Barometer
Das DIW-Managerinnen-Barometer beobachtet die Trends bei der Besetzung von Spitzenpositionen in großen deutschen Unternehmen durch Frauen und Männer. Seit 2006 wird dazu einmal jährlich die Anzahl der Frauen in den Vorständen und Aufsichtsräten der 200 größten deutschen Unternehmen ausgewertet. Zusätzlich wird die Entwicklung im Finanzsektor, also bei den 100 größten Banken und Versicherungen erfasst. Zudem werden Sonderauswertungen zu den DAX-30-Unternehmen und Unternehmen der öffentlichen Wirtschaft in diesem Jahr präsentiert.
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