Dienstag, 18. Januar 2011

Rede von Harald Wolf anlässlich der Festveranstaltung „20 Jahre Berliner Landesgleichstellungsgesetz“ am 13. Januar 2011 im Willy-Brandt-Saal


Sehr geehrte Damen und Herren aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft,
sehr geehrte Parlamentarierinnen und Parlamentarier,
sehr Frauenvertreterinnen,
sehr geehrte Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte,
sehr geehrte frauenpolitische Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

herzlich willkommen zu unserer Jubiläumsveranstaltung.„20 Jahre Berliner Landesgleichstellungsgesetz“. Wir haben uns in den letzten Jahren anlässlich des sogenannten „LGG-Jahrestages“ vielseitigen Themen zugewandt: Fragen der Personalentwicklung, der Gremienbesetzungen, der Frauenförderung im Allgemeinen und im Besonderen.
Heute steht ein anderes Thema im Fokus: Das Berliner Landesgleichstellungsgesetz selbst. Es ist 20 Jahre alt geworden, es ist den Kinderschuhen entwachsen und hat sich zu einem etablierten, wenn auch nicht immer geliebten Bestandteil des Berliner Verwaltungshandelns entwickelt. Es ist mir eine große Freude, anlässlich des heutigen Festaktes zu Ihnen über „Erfolge und Perspektiven gesetzlicher Gleichstellungsregelungen“ zu sprechen. Ich werde einen Blick zurück auf die Geschichte der Entwicklung des LGG werfen, meinen und Ihren Blick darauf richten, was mit der 9. Novelle des LGG, die am 28. November letzten Jahres in Kraft getreten ist, erreicht werden kann und soll; und ich werde mit Betrachtungen darüber, wie es mit der gesetzlichen Frauenförderung im neuen Jahrzehnt überhaupt weitergehen wird oder soll, enden.

Der heutige Tag ist aber auch der Tag all denen zu danken, die sich in zum Teil jahrzehntelanger Arbeit oft unermüdlich dem schwierigen Thema Gleichstellung von Frauen und Männern gewidmet haben: den frauen- und gleichstellungspolitischen Akteurinnen und Akteuren in Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und den vielen ehrenamtlich Tätigen in Verbänden, Vereinen und Initiativen.

Rückblick

Bevor ich Ihnen das neue Landesgleichstellungsgesetz näher vorstelle, lassen Sie mich kurz auf die Anfänge und die Entwicklung des LGG zurückschauen:
Heute vor 20 Jahren ist das Landesgleichstellungsgesetz (LGG) - damals hieß es noch Landesantidiskriminierungsgesetz, kurz LADG – in Kraft getreten. Hier an dieser historischen Stätte – im damaligen Plenarsaal des Berliner Abgeordnetenhauses im Rathaus Schöneberg – wurde das LADG am 29. November 1990 in dritter Lesung nach schwierigen und kontroversen parlamentarischen Debatten verabschiedet, nach Ausräumung nicht verstummender verfassungsrechtlicher Bedenken am 31. Dezember 1990 vom Parlamentspräsidenten ausgefertigt und am 12. Januar im Berliner Gesetz- und Verordnungsblatt veröffentlicht.
Dreh- und Angelpunkt der damaligen verfassungsrechtlichen Bedenken war die Einführung einer Quotenregelung, wonach Frauen im Falle einer Unterrepräsentanz bei gleichwertiger Qualifikation und unter Wahrung der Einzelfallgerechtigkeit „bevorzugt“ eingestellt oder befördert werden sollten.
Das Wort „Quote“ stellt auch in den heutigen Debatten um die Herstellung der Chancengleichheit von Frauen und Männern noch ein Reizwort dar, es hat an Streitpotential wenig eingebüßt. Allerdings – dies möchte ich vorwegnehmen – hat nicht zuletzt der Europäische Gerichtshof hier klare Worte gesprochen und deutlich gemacht, dass Quotenregelungen – so wie sie u.a. das Berliner LGG vorsieht - ein durchaus zulässiges und notwendiges gleichstellungsrechtliches Instrument darstellen.

Der Schaffung des LADG ging die Idee voraus, einen umfassenden Schutz vor Diskriminierungen durch staatliches oder privates Handeln zu gewährleisten. Dieser Ansatz wurde im Laufe der schwierigen politischen Debatte und des Gesetzgebungsverfahrens auf die Beseitigung der beruflichen Benachteiligungen von Frauen reduziert. Er ist erst im Jahr 2006 bei der Schaffung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes wieder aufgegriffen und in bundesdeutsches Recht umgesetzt worden.

Das LADG folgte den im Jahre 1984 erlassenen „Leitlinien zur Förderung der weiblichen Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Landes Berlin“. Es wurde nicht zuletzt aus der Erkenntnis heraus „geboren“, dass der unverbindliche Charakter dieser Leitlinien die berufliche Situation der Frauen im Berliner Landesdienst nicht nachhaltig verbessert hat und dass spürbare Eingriffe in die Personalhoheit des Berliner Landesdienstes einer gesetzlichen Ermächtigungsgrundlage bedürfen.

Mit dem LADG wurde dem Staat als Arbeitgeber die Verpflichtung zur Herstellung gleichberechtigter Arbeitsbedingungen von Frauen und Männern und für die Herstellung der Chancengleichheit der Geschlechter in der Beschäftigung übertragen. Zugleich sollte staatliches Handeln Vorbildcharakter für privates Handeln entwickeln.

Das Berliner Gleichstellungsrecht – der Titel LADG wurde bereits 1993 in LGG umgewandelt – ist in zwei Jahrzehnten immer wieder an neue Rahmenbedingungen und Problemstellungen angepasst worden, es ging sozusagen immer „mit der Zeit“: es ist ein bewegtes und ein bewegendes Gesetzeswerk. Zur Verdeutlichung möchte ich nur einige markante Beispiele anführen:

So wurde in einer großen Novelle im Jahr 1998 das Amt der Frauenvertreterin wesentlich gestärkt. In Reaktion auf die umfassenden personellen Einsparverpflichtungen wurde seinerzeit sichergestellt, dass der Anteil von Frauen in Bereichen, in denen sie unterrepräsentiert sind, im Falle von Personalabbaumaßnahmen nicht verringert wird.
Das Amt der bezirklichen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten fand nach erfolglosen Bemühungen zur Schaffung eines Spezialgesetzes im LGG eine solide gesetzliche Verankerung.
Seit 2001 ist gesetzlich vorgegeben, dass bei Privatisierungen in der öffentlichen Verwaltung das Gleichstellungsgebot nicht durch schlichte Rechtsformänderung, durch sog. Outsourcing „ausgebremst“ wird.

Neunte LGG-Novelle
Das Berliner Abgeordnetenhaus hat am 11.11.2010 das 9. Gesetz zur Änderung des Landesgleichstellungsgesetzes beschlossen. Am 28. November ist das Gesetz in Kraft getreten, nahezu zeitgleich - allerdings versetzt um 20 Jahre - mit der damaligen Verabschiedung des LADG. Mit diesem Änderungsgesetz wurde das LGG nicht neu geschrieben, nicht neu erfunden. Es handelt sich auch hierbei um eine Aktualisierung, um eine Anpassung an sich ändernde Gegebenheiten. Seine Grundstrukturen bleiben nach Vorstellung des Berliner Senats und des Abgeordnetenhauses umfänglich erhalten.
Die gleichstellungspolitischen Standards bleiben im Berliner Landesdienst trotz sich ändernder Bedingungen gewährleistet und der gleichberechtigte Zugang von Frauen zu allen Bereichen und Ebenen im Rahmen des Geltungsbereiches des Gesetzes wird weiterhin sichergestellt und verbessert. Insgesamt greift die Novelle Forderungen aus dem parlamentarischen Raum auf, reagiert auf öffentliche Kritik und berücksichtigt zudem den sich durch die langjährigen praktischen Erfahrungen mit der Umsetzung des LGG abzeichnenden Änderungsbedarf. Die im Gesetz formulierten Maßnahmen wurden auf den Prüfstand gestellt und den aktuellen Bedingungen angepasst.

Ich möchte wesentliche Punkte der Novelle kurz skizzieren:

Mit dem 9. Gesetz zur Änderung des Landesgleichstellungsgesetzes sollen insbesondere

  • Maßnahmen zur Beseitigung der gravierenden Unterrepräsentanz von Frauen in Vorstands- und Geschäftsleitungspositionen geschaffen,
  • die Gleichstellung im Bereich der privaten Unternehmen gestärkt
und
  • praktische Erfahrungen mit der Umsetzung des LGG berücksichtigt werden.
 Obwohl sich die Situation für Frauen in den Einrichtungen des öffentlichen Dienstes in den letzten Jahren insgesamt erheblich verbessert hat, bleibt festzustellen, dass im Bereich der öffentlichen Hand, der Anstalten, Körperschaften und Stiftungen des öffentlichen Rechts sowie der Beteiligungsunternehmen des Landes Berlin nach wie vor eine gravierende Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen besteht. Die „Chef“etagen gestalten sich auch 2011 noch als weitgehend frauenfreie Zonen – BSR und BVG bilden hier rühmliche Ausnahmen.
Im Bereich der obersten Landesbehörden waren beispielsweise im Jahr 2008 nur 14,5 % der Abteilungsleitungen mit Frauen besetzt und in den Unternehmen mit Landesbeteiligung lag die Frauenquote in der obersten Führungsebene bei 10,1 %. 

Die politische Diskussion der vergangenen Monate hat deutlich gezeigt, dass es weiterer erheblicher Anstrengungen bedarf, um die Unterrepräsentanz von Frauen in Spitzenpositionen abzubauen. Gerade weil nur fachliche und persönliche Eignung ausschlaggebend sein sollten, ist die Unterrepräsentanz von Frauen insbesondere auf gehobenen Positionen nicht mehr hinnehmbar.

Eine öffentliche Bekanntmachung von freien Positionen, wie sie das LGG nunmehr für Vorstands- und Geschäftsleitungspositionen der Anstalten, Körperschaften und Stiftungen des öffentlichen Rechts sowie der juristischen Personen des privaten Rechts und der Personengesellschaften mit Mehrheitsbeteiligungen des Landes Berlin vorsieht, schafft Transparenz und damit Vertrauen, dass Frauenförderung in einem öffentlichen oder Beteiligungsunternehmen gewollt und praktiziert wird. Frauen an der Spitze von Unternehmen sorgen in der Regel für einen Kulturwandel. Wie die aktuelle Diskussion um mehr Frauen in den Aufsichtsräten und Vorständen von Aktiengesellschaften zeigt, erwirtschaften Unternehmen, die keine männliche „Monokultur“ in Chefetagen haben, in der Regel sogar mehr Gewinn, so dass die zu beobachtende Besitzstandswahrung der Männer eigentlich von ökonomischer Unvernunft zeugt.

Neu geregelt ist auch, dass die Quotenregelung, die - im Falle der Unterrepräsentanz von Frauen - die Vergabe einer Stelle an eine gleichwertig qualifizierte Frau vorgibt, auch für die Besetzung von Vorstands- und Geschäftsleitungspositionen der Anstalten, Körperschaften und Stiftungen des öffentlichen Rechts gilt, natürlich unter Wahrung der Einzelfallgerechtigkeit.

Ich trete als Frauen- und Wirtschaftssenator uneingeschränkt für die Erhöhung des Frauenanteils in den Aufsichtsräten und Chefetagen der deutschen Wirtschaft ein und plädiere auch hier für die Schaffung von gesetzlichen Vorgaben, die sich an dem  norwegischen Modell orientieren. Norwegen hat nach einer ähnlich kontroversen Diskussion wie in Deutschland seinerzeit gesetzlich vorgegeben, dass die Organe der börsennotierten Unternehmen innerhalb einer bestimmten Frist zu 40% mit Frauen zu besetzen sind. Die Zweifel, dass es zu wenige geeignete Frauen gibt, haben sich nicht bewahrheitet. Die Quote wurde in wenigen Jahren erreicht.

Die Besetzung von Leitungspositionen ist ein Indikator dafür, wie umfassend die Gleichstellung von Frauen und Männern verwirklicht wird. Dass dies im Übrigen nicht nur ein Gebot der Gerechtigkeit, sondern auch der Vernunft ist, zeigt der Blick auf den bevorstehenden demografischen Wandel.

Ich komme zu einem weiteren wichtigen Punkt des LGG und der Novelle: Der Stärkung der Bedeutung des LGG im Bereich der Privatwirtschaft.

Zum einen geschieht dies durch strengere Vorgaben für die Geltung des LGG bei Beteiligungen des Landes. Die Novelle verpflichtet das Land bei seinen Mehrheitsbeteiligungen nunmehr dazu, die Anwendung des LGG sicherzustellen, nicht nur auf diese hinzuwirken. Dies gilt auch für die Fälle von Umwandlungen und Errichtungen von öffentlichen Einrichtungen in juristische Personen privaten Rechts oder in Personengesellschaften. Im Falle des Verkaufs derartiger Unternehmen sind auch die Erwerbenden zur entsprechenden Anwendung des LGG zu verpflichten. Diese Verpflichtung muss im Falle eines Weiterverkaufs sogar an die Erwerbenden weitergereicht werden. Die bisherige Regelung, auf die Beachtung des LGG (nur) hinzuwirken, trifft das Land jetzt im Fall einer Minderheitsbeteiligung.

Zum anderen werden die Instrumente der Auftragsvergabe und der Leistungsgewährung durch die öffentliche Hand verstärkt genutzt, um auf private Unternehmen zuzugreifen und sie zu mehr Frauenförderung zu bewegen. Der Anwendungsbereich der Frauenförderung bei der öffentlichen Auftragsvergabe wurde maßgeblich erweitert. Die Verpflichtung zur Durchführung von Frauenfördermaßnahmen bzw. von Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei der Öffentlichen Auftragsvergabe von bisher 50.000 wurde auf 25.000 Euro gesenkt, so dass wesentlich mehr Auftragsvergaben mit Frauenförder- bzw. Vereinbarkeitsvorgaben verbunden werden können. Der bislang ausgeklammerte Baubereich unterliegt umfassend den neuen gesetzlichen Vorgaben zur Frauenförderung durch öffentliche Auftragsvergabe. Großbauunternehmen mit hunderten von Mitarbeiterinnen können sich nun beispielsweise nicht mehr den Frauen fördernden Vorgaben bei der öffentlichen Auftragsnahme entziehen.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich an dieser Stelle das im Sommer 2010 in Kraft getretene Berliner Ausschreibungs- und Vergabegesetz, welches für die Frauenförderung nach dem LGG einige maßgebliche Vorgaben statuiert: So werden die Sanktionen bei Verstößen um die Tatbestände der Vertragskündigung und der Vertragsstrafe erweitert. Des Weiteren werden effiziente Kontrollmechanismen vorgegeben, wie beispielsweise die verbindliche Durchführung von Stichproben und die Einrichtung einer Kontrollgruppe.

Mit der Novelle des LGG wurde zugleich auch der Boden für die noch zu verabschiedende Verordnung über Frauenförderung bei staatlicher Leistungsgewährung bereitet. In Anlehnung an die neuen Vorgaben zur Frauenförderung bei der öffentlichen Auftragsvergabe sollen zukünftig alle Subventionen von mehr als 25.000 Euro an die Verpflichtung zur Frauenförderung gebunden werden. Und ich bin zuversichtlich, dass wir das schwierige Projekt des Erlasses einer solchen Verordnung noch in dieser Legislatur abschließen können.

Die gesetzliche Fixierung von langjährigen praktischen Erfahrungen mit der Umsetzung des LGG spiegelt sich beispielsweise darin, dass zukünftig alle unbefristet Teilzeitbeschäftigten im Geltungsbereich des LGG Gleichbehandlung erfahren, so bei der Berücksichtigung der Besetzung von Vollzeitarbeitsplätzen. Hier konnten bereits erste Erfolge in aktuellen Verhandlungen mit der Senatsverwaltung für Finanzen verbucht werden.

Familienfreundliche Rahmenbedingungen, z.B. die Vermeidung langer zeitraubender Anfahrtswege zum Dienst- und Einsatzort, die Gewährung von Telearbeit, die Schaffung von Kinderbetreuungsmöglichkeiten etc. sollen zukünftig ebenso beachtet werden wie die Gewährung flexibler Arbeitszeiten. Vorgesetztenverhalten muss in Zukunft noch deutlicher darauf ausgerichtet sein.

Des Weiteren stärkt die 9. Novelle die Rechte der Frauenvertreterinnen, deren Tätigkeit für den Erfolg der Gleichstellungspolitik im Land Berlin unverzichtbar ist. Frauenvertreterinnen wachen über die Umsetzung der rechtlichen Vorgaben des Landesgleichstellungsgesetzes in der Praxis durch kritische Wahrnehmung ihrer Beteiligungsrechte und ihrer Beanstandungsrechte gegenüber ihren Dienststellen bei Verstößen gegen das LGG. Diese schwierige und aufreibende Arbeit, die ein hohes Maß an Rechtskenntnissen, an Einfühlungs- aber auch Durchsetzungsvermögen verlangt, wird bedauerlicher Weise häufig immer noch nicht in ausreichendem Maße geschätzt und gewürdigt. Jede Dienststelle kann in der Regel von dem Erfahrungswissen und Engagement einer Frauenvertreterin in hohem Maße profitieren. Dieser Erkenntnis soll eine Neuregelung Rechnung tragen, wonach denjenigen Dienststellen im Land Berlin, die keine hauptamtliche oder stellvertretende Frauenvertreterin haben, die Möglichkeit einer nachträglichen Bestellung der Amtsinhaberinnen eingeräumt wird. Diese greift  allerdings erst als ultima ratio, wenn alle gesetzlichen Wahlmöglichkeiten ausgeschöpft sind.
Des Weiteren wurde der Freistellungsanspruch der Frauenvertreterinnen im Gesetz detailliert festgeschrieben. Die Beteiligungs- und Beanstandungsrechte wurden erweitert und die Klagebefugnis der Frauenvertreterin auch auf die Fälle erstreckt, in denen ein Frauenförderplan entsprechend den Vorgaben des Landesgleichstellungsgesetzes in einer Dienststelle nicht vorhanden ist.

Die Rechtsstellung der bezirklichen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten wurde konkretisiert: Die 9. Novelle stellt fest, dass die bezirklichen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten neben ihrer gesetzlich definierten hauptamtlichen Tätigkeit zu keinen sonstigen Aufgabenwahrnehmungen, beispielsweise der Übernahme von Migrations- oder Behindertenangelegenheiten, verpflichtet werden dürfen. Unsere einzelnen Bezirke weisen Großstadtgrößen auf. Eine wirksame Wahrnehmung der frauen- und gleichstellungspolitischen bezirklichen Aufgaben setzt ein adäquates Arbeitszeitvolumen auf Seiten der Amtsinhaberinnen voraus. Ein aufreibender Spagat zwischen Frauen- und Gleichstellungspolitik, zwischen Migrations- und Behindertenpolitik wird weder dem einen noch dem anderen Politikfeld gerecht.

Schließlich wird mit der in der 9. Novelle eröffneten Möglichkeit zum Erlass von Verwaltungsvorschriften durch das für Frauenpolitik zuständige Senatsmitglied die Voraussetzung für eine landesweit einheitliche Anwendung des LGG geschaffen.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich die gesetzlich geregelte Frauenförderung an den Berliner Hochschulen. Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Berliner Hochschulen sind auch zugleich die Frauenvertreterinnen nach dem Landesgleichstellungsgesetz.
Sie haben vergleichbare Rechte und Pflichten, die im Berliner Hochschulgesetz festgeschrieben sind. Gemeinsam mit gleichstellungspolitischen Akteuren und Akteurinnen, konnte in der aktuell im Mitzeichnungsverfahren befindlichen Novelle des Berliner Hochschulrechts die Rechtsstellung der Hochschulfrauenbeauftragten gesichert und ausgebaut und das Gebot der Gleichstellungsförderung an den Berliner Hochschulen gesetzlich fixiert werden.
Auch dies darf als Erfolg verbucht werden.

Mit den Novellen von LGG und BerlHG haben wir bewährte rechtliche Regelungen für die Gleichstellung im gesamten Berliner Landesdienst, in den Anstalten, Körperschaften und Stiftungen des öffentlichen Rechts, in Unternehmen mit Mehrheitsbeteiligung des Landes und in den Berliner Hochschulen geschaffen und verbessert und damit die Voraussetzungen der demokratisch legitimierten Forderung nach Chancengleichheit von Frauen im öffentlichen Dienst weiter den Weg bereitet.
Berlin wird mit diesen gelungenen Gleichstellungsgesetzen bundesweiter Vorbildcharakter zuteil.

Ausblick

Der Schaffung neuer oder angepasster gleichstellungspolitischer Regelungen ging im Falle der 9. Novelle des LGG ein zäher Prozess der Kompromissfindung voraus. Politische Grundsatzdebatten über das Für und Wider Frauen fördernder Maßnahmen, über die rechtliche Zulässigkeit oder Notwendigkeit gesetzlicher Regelungen wurden geführt.
Gleichstellungskritik ist nicht verstummt, sondern teils neu - unerwartet heftig - aufgelebt.
Gerade junge, hervorragend ausgebildete Frauen, die am Anfang ihres Berufsweges stehen, zeigen oft wenig Verständnis für gleichstellungspolitische Belange. Für sie gilt das Gebot der Gleichberechtigung, sie sehen keinen Anlass dies zu hinterfragen. Das Bewusstsein für Gleichstellungsfragen etabliert sich oft erst mit Eintritt in die Familienphase.
Die Beschäftigung mit Gleichstellungsfragen wird zunehmend auch als unwesentlich gar überflüssig gekennzeichnet. Begriffe wie „Geschlechtertheater“ und „Genderkram“ greifen Platz.
Lassen Sie mich aus diesem Grunde zunächst einen differenzierenden Blick auf das Gleichstellungsthema werfen:
Zweifellos sind Frauen heute in Deutschland rechtlich uneingeschränkt gleichberechtigt. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Gleichstellung von Frauen haben sich im letzten Jahrzehnt gewandelt und noch nie waren die Voraussetzungen für tatsächliche Gleichstellung so gut wie heute.
Dank der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs konnten sich Quoten, die Frauen den Zugang zu wichtigen Bereichen eröffnen, durchsetzen.
Auch in anderer Hinsicht sind Veränderungen zu beobachten: Im vergangenen Jahr wurden gleich drei neue Richterinnen an das Bundesverfassungsgericht berufen, darunter eine erklärte Feministin. Recht und Geschlecht war im selben Jahr Thema auf dem Deutschen Juristentag.
Bild, Spiegel und Focus - nicht nur die Emma - widmen dem Thema Gleichstellung Leitartikel.

Aber auch im 21. Jahrhundert ist die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter noch immer nicht erreicht. Dies zeigt nicht nur der Blick in Führungsetagen, sondern auch in Gehalts- oder Rentenstatistiken. Frauen sind in Führungspositionen in Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft immer noch signifikant unterrepräsentiert, sie erzielen im Durchschnitt trotz besserer Schulabschlüsse niedrigere Einkommen als Männer, sie arbeiten weitaus häufiger als Männer in sog. prekären Beschäftigungsverhältnissen, das geschlechtsspezifische Berufs- und Studienfachwahlverhalten ist noch längst nicht überwunden, die Erwerbsquote von Frauen ist - insbesondere hinsichtlich des Arbeitsvolumens - niedriger als die der Männer, denn Teilzeitarbeit ist nach wie vor weiblich. Von einer gleichberechtigten Teilhabe von Frauen in allen Lebensbereichen und der Ermöglichung einer eigenständigen Existenzsicherung sind wir noch weit entfernt.

Eine Antwort auf die Frage, warum es so schwierig ist, tatsächliche Gleichstellung zu realisieren, fällt daher nicht leicht. Der Befund zeigt aber, dass unsere Gesellschaft über die Phase der gesetzlichen Vorgaben längst nicht hinaus ist und reine Selbstverpflichtungen – wie insbesondere die Diskussion um die Gleichstellung von Frauen in der Privatwirtschaft zeigt – nicht ausreichen, um gesellschaftliche Strukturen der Benachteiligung aufzubrechen.

Strategien wie Gender Mainstreaming und Gender Budgeting sind wichtig und ebnen den Weg der Erkenntnis, sie führen jedoch isoliert betrachtet nicht zur Beseitigung von Defiziten.
Frauenförderprogramme zeigen gute Wirkungen, aber auch sie alleine geben keine Garantie dafür, dass Frauen im Rahmen ihrer Erwerbstätigkeit beispielsweise die sog. „gläserne Decke“ durchbrechen.
Daher ist in Gesetze gegossene Frauenförderpolitik weiterhin unerlässlich: in der Wirtschaft, in der Wissenschaft, in der Politik und in der Verwaltung.
„Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“
Dieser in Artikel 3  Absatz 2 des Grundgesetzes und in Artikel 10 Absatz 3 der Berliner Verfassung niedergelegte Grundsatz richtet ein Handlungsgebot an den Staat. Dies bedeutet, der Staat ist aufgefordert alle erforderlichen Mittel zur Erfüllung dieses Verfassungsauftrages auszuschöpfen. Erforderliche Mittel können – sofern sie den intendierten Erfolg herbeiführen – schlichte Vereinbarungen sein; erforderliche Mittel müssen unter Umständen auch gesetzliche Regelungen sein um bestehende Nachteile zu beseitigen.
In diesem Lichte ist das LGG zu  betrachten. Dort wo die Gleichstellung von Frauen und Männern bereits gelebte Praxis ist, kann der gesetzgeberische Auftrag mit einem Häkchen versehen werden. Da wo die Herstellung der Chancengleichheit von Frauen und Männern noch nicht so weit fortgeschritten ist, soll und muss der gesetzliche Rahmen eine – unterstützende, befördernde – „Hilfestellung“ geben.

Abschließend möchte ich noch einen Punkt aufgreifen, der aus meiner Sicht die Debatte um die Gleichstellungsgesetze in diesem Jahrzehnt beleben wird. Die seinerzeit im Jahr 1990 formulierte und mit der Schaffung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes 2005 bundesweit umgesetzte Forderung nach einem umfassenden Diskriminierungsschutz mündet nunmehr in die Forderung nach Schaffung einer umfassenden gesetzlich geregelten Förderpolitik. Dies hat insbesondere die Diskussion im Kontext mit der Verabschiedung des Berliner Partizipations- und Integrationsgesetzes gezeigt. Die Frauenpolitik wird sich auch dieser neuen Herausforderung stellen müssen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen heute viel Vergnügen beim „Gleichstellungstheater“. Machen Sie weiter mit dem ganzen „Genderkram“ – ich bin davon überzeugt, dass es sich – lohnt.
Denn der Entwicklungsstand einer Gesellschaft ist auch heute immer noch am Grad der Emanzipation der Frauen zu messen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Einladung zum Forum mit Ute Holzhey: Frauen führen anders! 13.12. 2010

Einladung zum Forum mit Ute Holzhey: Frauen führen anders!
Montag, 13. Dezember 2010, 18.30 Uhr
Berliner Stadtreinigungsbetriebe, Ringbahnstraße 96, 12103 Berlin
Führen Frauen anders? Sicher! Hätten Frauen die Finanzkrise vermeiden können? Möglich! Kommen Frauen in die obersten Führungsetagen deutscher Unternehmen? Fast unmöglich! In den Vorständen der Top-100-Unternehmen liegt der Frauenanteil in Deutschland noch immer unter einem Prozent. Die Dominanz der Männer in den Führungsetagen ist ungebrochen. Worauf ist die ewige Vorherrschaft der Männer in deutschen Führungsetagen zurückzuführen? Wird den Frauen die Kompetenz für komplexe Managementaufgaben abgesprochen? Verhindert immer noch die Unvereinbarkeit von Familie und Beruf den Aufstieg in die obersten Kreise? Oder sind es schlichtweg die Tradition und die entsprechenden Netzwerke, die den Männern den Weg nach oben ebnen? Wir wollen über die Talente der Frauen, ihre Kunst des Führens und über ihre Einblicke in Männerwelten diskutieren und die Frage beantworten, was anders werden muss, damit auch Frauen eine reale Chancen erhalten, in die obersten Führungspositionen deutscher Unternehmen zu gelangen. Es diskutieren: Vera Gäde-Butzlaff Vorstandsvorsitzende der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) Hans-Jürgen Cramer Direktor des Deutschen Klima-Innovationszentrums des EIT, ehemals Vorstandssprecher der Vattenfall Europe AG Eva Maria Höller-Cladders Managerin, ehemals Direktorin bei Bosch, heute Unternehmensberaterin Elke Holst Wissenschaftlerin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin Monika Schulz-Strelow Unternehmensberaterin bei b. international group, Präsidentin der Organisation ‚Frauen in die Aufsichtsräte’ (FidAR) Moderation: Ute Holzhey, Leiterin Inforadio-Wirtschaftsredaktion (rbb) Sie sind herzlich eingeladen, mitzudiskutieren.
Im Anschluss an die Veranstaltung besteht im Rahmen eines Imbiss die Gelegenheit zu Austausch und
Gespräch. Bitte teilen Sie unter folgendem Kontakt mit, ob wir mit Ihrer Teilnahme rechnen dürfen: Tel.: 030-
97993-37777, E-Mail: info@inforadio.de Die Diskussion wird aufgezeichnet und am Sonntag, 02. Januar um 11.05 Uhr im Rahmen der Sendereihe Forum im Programm von Inforadio (93,1 MHz) ausgestrahlt.

Mittwoch, 20. Oktober 2010

„Mehr Stolz, ihr Frauen!“

Femmage an Hedwig Dohm Szenische Lesung mit Texten von Hedwig Dohm (1831-1919)
Mit Nikola Müller & Isabel Rohner (Edition Hedwig Dohm)
und Gerd Buurmann (Schauspieler)

Liebe Netzwerkerinnen!
Kennen Sie Hedwig Dohm? Und wenn ja: Was wissen Sie über sie?
Hedwig Dohm (1831-1919) war nicht nur wegweisende Pionierin der Frauenemanzipation
in Deutschland (als eine der ersten forderte sie bereits 1873 das Stimmrecht für Frauen), sondern auch Schriftstellerin – und zwar eine der innovativsten, vielseitigsten und berühmtesten Autorinnen und Journalistinnen des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Heute kennt man sie meist nur noch als Großmutter von Katia Mann – zu wenig, wie wir finden. Wir wollen Dohm wieder ins Gedächtnis rufen und sie endlich in den Kanon bringen. Wir, das sind Nikola Müller M.A. (Historikerin) und Dr. Isabel Rohner (Germanistin). Seit 2006 geben wir Hedwig Dohms Werke in einer wissenschaftlichen Gesamtausgabe, der
Edition Hedwig Dohm (www.hedwigdohm.de), heraus. Denn obwohl Hedwig Dohm zu
Lebzeiten eine der erfolgreichsten AutorInnen ihrer Zeit war, fehlt bis heute eine Gesamtausgabe ihres Werks. In der Edition Hedwig Dohm sind bislang das Lesebuch Ausgewählte Texte zu Dohms 175. Geburtstag erschienen sowie die Romane Sibilla Dalmar, Schicksale einer Seele und Christa Ruland (alle im trafo Verlag Berlin, http://www.trafoberlin.de/). Der Briefband Briefe aus dem Krähwinkel ist soeben erschienen.
Edition Hedwig Dohm, hg. von Nikola Müller M.A. und Dr. Isabel Rohner,
Weitere Bände – politische Essays und Feuilletons, Novellen, Märchen und Theaterstücke
– werden folgen. Alle Bände enthalten eine Einleitung und einen Anhang mit
Kommentaren, zeitgenössischen Rezensionen usw.
Doch damit nicht genug: Wir setzen Hedwig Dohm auch vor Publikum in Szene, denn ihre Texte haben bis heute nichts von ihrer Frische und Aktualität verloren. Leben und Werk präsentieren wir in szenischen Lesungen, zusammen mit dem Moderator und Schauspieler Gerd Buurmann, der unterhaltsam und erhellend durch die Veranstaltung führt und in die Rollen prominenter Antifeministen (z.B. Friedrich Nietzsche oder Georg Groddeck) schlüpft. Über fünfzigmal konnten wir bisher Menschen mit unserer Präsentation zwischen Geschichte, Wissenschaft und Unterhaltung für Hedwig Dohm begeistern. „Spannend, unterhaltsam, informativ“ (mehr Pressestimmen unten). Referenzen: Stationen unserer Lesereise waren bisher: das Buddenbrookhaus in Lübeck, die Humboldt-Universität in Berlin, das Kulturzentrum Alter Schlachthof in Soest, die Universitäten Gießen, Mainz, Koblenz, Köln und Bremen, Terre des Femmes in Marburg,
das Institut für Menschenrechte in Berlin, Veranstaltungen der Frauenbeauftragten in Ulm,
Lohfelden, Leipzig, Schwalbach, Offenburg, Bad Homburg, Bruchsal und Berlin etc. Aktuelle
(und vergangene) Termine sowie weitere Referenzen finden Sie immer auf unserer
Homepage unter www.hedwigdohm.de/veranstaltungen. Die szenische Lesung „Aber – ich soll ein echtes Weib sein?!“ Eine Femmage an Hedwig Dohm (1831-1919) (wahlweise auch „Mehr Stolz, ihr Frauen!“) dauert mit Pause ungefähr zwei Stunden. Wir zeigen darin einen Querschnitt durch das politische,
polemische und belletristische Werk Dohms und erläutern zentrale Stationen in ihrem Leben. Wir können uns aber auch gerne nach Ihren Wünschen richten und einen thematischen Schwerpunkt setzen (bspw. auf die damaligen Frauenbewegungen, die Stimmrechtsbewegung, das Thema „Alter“, „Mutterschaft“ oder Dohm als Romanautorin etc.). Wir würden uns sehr freuen, Hedwig Dohms Witz und Geist auch bei Ihnen präsentieren zu dürfen. Mehr Infos – und Fotos – zu uns, unserer Edition und unserer Lesereise finden Sie
unter www.hedwigdohm.de. Einen Kurzfilm über Hedwig Dohm mit Alice Schwarzer und
uns finden Sie unter www.fernuni-hagen.de/ausstellung/hedwig_dohm
Kontaktieren Sie uns – wir machen Ihnen gerne ein Angebot!
Mit herzlichen Grüßen
Nikola Müller und Isabel Rohner
Kontakt: info@hedwigdohm.de, Tel. Rohner: 0160.560 04 55
Edition Hedwig Dohm, hg. von Nikola Müller M.A. und Dr. Isabel Rohner,
http://www.hedwigdohm.de/, info@hedwigdohm.de
virtuelles Archiv: http://www.hedwigdohm.blogspot.com/

Dienstag, 19. Oktober 2010

neue möglichkeiten, politische probleme zu lösen

Interview des "prager frühling" mit Leena Simon

"Auch die Piratenpartei legt großen Wert auf innerparteiliche Demokratie. Ihr verfolgt hierzu die Idee der „Liquid Democracy“.

Leena Simon: Liquid Democracy ist der Versuch, mit Hilfe von moderner Software und Vernetzungstechnik eine neue Ebene der Partizipation einzuführen. Dabei haben alle die Möglichkeit zu entscheiden, ob sie ihre Stimme zu einem bestimmten Sachgebiet selbst nutzen oder an einen anderen Menschen delegieren, dem sie an dieser Stelle mehr Sachverstand zutrauen. Da ich meine Stimme jederzeit entziehen kann, wird von „liquid“, also flüssiger Demokratie gesprochen. Es ist ein Konzept, das noch erprobt werden muss, aber die Politik revolutionieren könnte. Auch der Bundestag interessiert sich schon für „Liquid Feedback“.

pf: Und klappt das Deiner Meinung nach bei den Piraten?

Simon: Das hängt leider nicht von Liquid Feedback ab, sondern davon, ob die Piraten es schaffen, dieses Tool in einem konstruktiven Prozess zu erproben und auszufeilen. Manche Schwierigkeiten tauchen erst im aktiven Umgang auf und die gilt es dann auszuräumen. Da zeigen sich gerade einige Schwierigkeiten. An ihrer sozialen Kompetenz müssen die Piraten noch etwas arbeiten :-).

pf: Kann es sein, dass auch bei der Liquid Democracy bestimmte Herrschaftsmomente nicht aufgehoben werden.

Simon: Natürlich. Liquid Democracy ist kein Allheilmittel. Es enthebt uns nicht unserer politischen Verantwortung. Es bietet neue Möglichkeiten, politische Probleme zu lösen. Wie wir sie lösen, liegt immer noch bei uns. Zu den derzeitigen Bedingungen haben nur in der Theorie alle den gleichen Zugang zu Liquid Feedback. In der Praxis sieht das noch anders aus. Da ist nicht nur das Geschlecht ausschlaggebend, sondern auch Alter, Bildungsstand und Sozialisation. Diese Bedingungen müssen erst verändert werden, damit Liquid Feedback wirklich demokratisch werden kann. Liquid Feedback kann nicht die Bedingungen herstellen, die zu seiner Umsetzung notwendig sind. Das ist jedoch kein Grund, es nicht jetzt schon zu testen und weiterzuentwickeln.

pf: Wären Geschlechterquotierungen mit Liquid Democracy vereinbar?

Simon: Die machtvollen Positionen werden nach wie vor durch geheime Wahlen besetzt. Die andere Frage ist allerdings, ob Quoten das beste Mittel sind, um gleiche Verhältnisse herzustellen. Viele Piraten sind der Meinung, dass bei LD das Gleichgewicht der Geschlechter allein dadurch hergestellt werde, weil in der gemeinsamen Arbeit online das Geschlecht unerheblich sei. Selbst wenn dem so wäre, wird die Piratenpartei nicht umhin kommen, ihr Geschlechterproblem auf der Ämterebene zu lösen. Quoten sind ja keine total an den Haaren herbei gezogene Lösung. Sie reagieren darauf, dass der klassische Aufbau einer Partei mit Posten, eher der männlichen Art zuspielen, da Frauen häufig nicht so scharf darauf sind, sich derart in den Mittelpunkt zu stellen. Man mag Quotierungen für falsch halten. Aber dann muss man diesem Phänomen auf andere Weise begegnen und da sind die Piraten gerade noch sehr phantasielos. Diese Herausforderung darf nicht ignoriert werden, sondern man muss sich ihr stellen.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Männer verlinken Männer

"Anne Roth ärgern solche Rankings. Zumindest ein ganz kleines bisschen. "Mein nicht totzukriegender feministischer Impuls bemerkte als erstes, dass die bekannten deutschen Blogger alles Männer sind", schreibt die Berliner Bloggerin. Tatsächlich macht Roth mit dem Blog Mondgras die erste Frau erst auf Platz 35 in den Blogcharts aus. Inzwischen liegt dieses Blog noch weiter hinten. "Ich gebe zu, das hat mich erschüttert", sagt sie.

Roth selber gehört zu den bekanntesten Bloggerinnen in Deutschland. Auf dem Berliner Bloggertreffen re:publica im Frühjahr dieses Jahres hat sie ein Diskussionsforum geleitet. Thema: Warum Frauen im Netz nicht so sichtbar sind. "Der Mikrokosmos der Blogs ist zu einem nicht geringen Teil ein Perpetuum Mobile", sagt sie. Er reproduziere sich selbst. "Bemerkt wird, was andere bemerken, also verlinken. Je mehr Links, desto bedeutsamer." Roths These: Männer schafften es mehr als Frauen, verlinkt zu werden. Mehr noch: Sie verlinken sich öfter untereinander.

Mädchenmannschaft bloggt über Sarrazi
n

Sind Männer bessere Netzwerker? Vielleicht. Denn an bloggenden Frauen mangelt es nicht. Beispiel: Das Blog Mädchenmannschaft(Externer Link - Öffnet in neuem Fenster) . Hier notiert ein Team aus zwölf Frauen "Dinge und Nachrichten, die fröhlich machen oder uns die Nackenhaare aufstellen." Wie zum Beispiel Thilo Sarrazin. Über ihn schreibt die 1985 in Hoyerswerda geborene Journalistin Nadine Lantzsch: "Es gibt 100 Gründe Sarrazin als das abzustempeln, was er ist: ein rassistisches Arschloch, das Volksverhetzung mit massenmedialer Unterstützung kultiviert." Das sitzt.


Lantzsch straft alle Klischees Lügen, nach denen Frauen immer nur über Klatsch, Kochrezepte und Mode bloggen. Denn es gibt zwar Frauen, die über Paris Hiltons neuen Nagellack schreiben. Das machen aber inzwischen längst auch Männer. So berichtet der Dresdner Martin Boose auf seiner Seite Promicabana von einer angeblichen Party der Teenie-Schauspielerinnen Miley Cyrus und Ashley Greene in einem Pariser Nachtclub.

Frauen schreiben für kleine Zielgruppen


"Es gibt ebenso weibliche Blogger, die über Netzpolitik bloggen wie auch männliche Blogger, die über Mode bloggen", sagt Markus Beckedahl von Netzpolitik. Jeder schreibe eben über Themen, die ihm Spaß machten. "Männer sind oft mehr an Selbstdarstellung interessiert, was auch immer gut in Blogs funktioniert", sagt er. "Frauen nutzen laut Blog-Forschern oft gerne Blogs zur interpersonellen Kommunikation. Damit sprechen sie dann eine kleinere Zielgruppe an und erscheinen nicht so groß in der Öffentlichkeit."


Dabei ist dem Blog Mädchenmannschaft der Sprung in die große Öffentlichkeit 2009 gelungen. Im vergangenen Jahr war es für den renommierten Grimme Online Award nominiert. Woran liegt es also, dass Spreeblick, Netzpolitik oder Bildblog immer noch die bekanntesten und erfolgreichsten Blogs sind? "Wahrscheinlich daran, dass alle drei Blogs konstant und mit viel Enthusiasmus seit vielen Jahren betrieben werden", sagt Beckedahl. Dadurch hätten sie sich eine Reputation und Netzwerke aufgebaut. "Um das zu schaffen, muss man aber kein Mann sein."

der ganze Artikel unter
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/23/0,3672,8108599,00.html

Gibt es die Gläserne Decke auch in der Politik ?

Das Kommunalpolitische Forum Berlin und "Feinarbeit - Linke Frauen in Berlin"
laden ein zur Präsentation und Diskussion

Gibt es die „Gläserne Decke“ auch in der Politik?
Datum: 25.10.2010, 19.00 – 21.30 Uhr
Ort: wir sind zu Gast im Erzählsalon von „Rohnstock-Biografien“
Schönhauser Allee Nummer 12 /Ecke Eingang Saarbrücker Straße
http://www.rohnstock-biografien.de/

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir freuen uns, Sie zu einem spannenden Termin einzuladen,
der die Präsenz und das politische Engagement von Frauen in Berlin näher beleuchten wird.

Wie ist die Lage?
Frauen und Männer sind gleichermaßen an der Verbesserung der Welt interessiert. Sie sind gleichermaßen befähigt, sich in demokratische Prozesse einzubringen und sie erhalten in vielen Parteien inzwischen durch quotierte Listen auch die gleichen Chancen.

Dennoch stellen sich nach einer Sicht auf die reale Präsenz in den Gremien und Teilhabe im demokratischen Prozess viele Fragen, die über das Thema Kinderbetreuung, objektive Chancengleichheit hinaus weisen:

- Warum ist es dennoch so, dass sich viele Frauen nicht in vergleichbare Funktionsebenen wählen lassen?

- Worin liegt es, dass junge Frauen nach anfänglicher Begeisterung sich im politischen Alltag enttäuscht und resigniert abwenden?

- Haben Parteien überhaupt ein Interesse an Frauen mit Karriereabsicht – oder fühlen sich Männer eher bedroht?

- Gibt es auch in der Politik die „Gläserne Decke“ – durch die jene Mehrzahl der Frauen, die an den Wahlkampfständen präsent sind, dann doch nicht stoßen ?

- Wieso gibt es weniger Publikationen von Frauen – ist wirklich schon alles gesagt ?

- Junge und provokante Frauen werden gern genommen – aber was kommt danach, mit Kind, eigener Meinung und weniger Zeit für Kneipe und Konkurrenzgebaren ?

- Wie können Frauen sich selbst und andere unterstützen – im informellen Netzwerk oder beim öffentlichen Auftritt?

Über diese und andere Fragen zum Thema wollen wir mit erfahrenen Politikerinnen, jungen Frauen und natürlich anhand von aktuellen Daten und Darstellungen sprechen und gemeinsam Lösungen und Alltagstipps austauschen.

Wir präsentieren:

1. eine umfassende Analyse der Präsenz von Frauen in den Gremien in Bezirken und im Land in allen Berliner Parteien ( Frau Karoline Killat )
2. eine Präsentation der Auswertung von Umfrageergebnissen von Linken Frauen in Berlin ( Julia Witt )
3. Schlussfolgerungen für die politische Praxis in den Gremien von BVV bis Abgeordnetenhaus ( Julia Witt und Kerstin Liebich, StS IAS )

Moderation: Dagmar Pohle, Bürgermeisterin von Berlin Marzahn-Hellersdorf

Ein kleiner Imbiss und Getränke stehen für den anschließenden Austausch bereit.
Wir würden uns freuen, wenn wir Ihr Interesse wecken konnten und Sie unserer Einladung folgen.

Wir bitten Sie, Ihre Anmeldung bis spätestens 20.Oktober 2010 an uns zu übersenden.
Tel.: 030 91 42 69 76 E-Mail: kommunalpolitisches.forum@berlin.de

Feinarbeit-Linke Frauen in Berlin http://www.feinarbeit.blogspot.com/

Links zur Gläsernen Decke

"Die Gläserne Decke war eher aus Beton"
http://www.zeit.de/2009/31/Frauen-Beistueck

"Gläserne Decke hindert Frauen am Aufstieg"
http://www.abendblatt.de/wirtschaft/karriere/article792751/Glaeserne-Decke-hindert-Frauen-am-Aufstieg.html

Guter Beitrag von Margit Osterloh und Sabina Littman-Wernli
http://www.iou.uzh.ch/orga/downloads/publikationen/C79glaesernedecke.pdf

Die Gläserne Decke durchbrechen
http://www.project-syndicate.org/commentary/mees2/German

Die Anatomy der Gläsernen Decke ( englisch ) Studie
http://www.lexisnexis.de/downloads/the_anatomy_of_the_glass_ceiling.pdf

Donnerstag, 23. September 2010

Frauensenator Harald Wolf lobt den Frauenpreis Berlin 2011 aus

Der Senat vergibt jährlich den Berliner Frauenpreis an eine Berlinerin, die sich durch ihren Einsatz in herausragender Weise für die Emanzipation der Geschlechter eingesetzt hat. Zu den Preisträgerinnen der vergangenen Jahre gehörten zum Beispiel Anke Domscheit, Ilse-Maria Dorfstecher, Dr. Czarina Wilpert, Seyran Ateş und Maren Kroymann.

Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen Harald Wolf:

"Berlin ist die Stadt der Frauen. Hier leben Frauen, die selbstbewusst den Alltag bewältigen und sich engagiert für die Gleichstellung der Geschlechter einsetzen. Deshalb wollen wir auch im kommenden Jahr eine Berlinerin ehren, die sich in besonderer Weise auf diesem Gebiet ausgezeichnet hat." 


Der Preis ist mit 2.600 EUR dotiert. Über die Vergabe des Preises entscheidet eine unabhängige Jury, der neben Staatssekretärin Almuth Nehring-Venus die Sozialwissenschaftlerin und Leiterin der Amadeu-Antonio-Stiftung, Anetta Kahane, die Wissenschaftlerin vom Institut für Management der FU Berlin, Prof. Dr. Gertraude Krell, die Vorsitzende des Verbandes polnischer Unternehmerinnen e.V., Lucyna Krolikowska, und die Preisträgerin des Jahres 2010, Anke Domscheit angehören.


Die Preisverleihung findet am 8. März 2011 im Rahmen einer Festveranstaltung im Roten Rathaus statt.

Alle Berlinerinnen und Berliner sind dazu aufgerufen, sich an der Ermittlung der Preisträgerin für das Jahr 2011 zu beteiligen. Vorschläge können durch Einzelpersonen oder Personengruppen erfolgen und sollten bis zum 22. Oktober 2010 an die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen, z.Hd. Katrin Strauch, 10825 Berlin, eingereicht werden.

http://www.berlin.de/sen/frauen/oeff-raum/frauenpreis/ausschreibung.html
katrin.strauch@senwtf.berlin.de
Katrin Strauch, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen
Martin-Luther-Str. 105, 10825 Berlin, Telefon: 9013-8933

Freitag, 20. August 2010

Angebot "Starke Frauen -Erfolgreiche Berufswege"

wir möchten Sie auf unser Angebot "Starke Frauen -Erfolgreiche Berufswege" aufmerksam machen, für das noch freie Plätze bereit stehen. Die Weiterbildung ist besonders für Frauen in folgenden
Lebenslagen geeignet: - Frauen, die nach einer längeren Familienpause wieder in das Arbeitsleben einsteigen wollen - Frauen, welche sich in beruflichen Sackgassen befinden und keine oder wenig Anerkennung für ihre beruflichen Leistungen erhalten - Frauen, die sich beruflich umorientieren möchten - Frauen, die bei der Beendigung ihrer Arbeitslosigkeit unterstützt werden wollen - Frauen, die sich innerhalb ihrer Elternzeit auf einen Wiedereinstieg vorbereiten möchten. Das gesamte Projekt wird in Kooperation mit Pegasus GmbH durchgeführt. Die Qualifizierung wird durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft,  Technologie und Frauen(ESF)unterstützt. Sie können die Weiterbildung auch berufsbegleitend absolvieren.
Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Weiterbildung durch einen Bildungsgutschein zu finanzieren.
Beginn der Weiterbildung ist der 25. September 2010 (Dauer 17 Monate).
Wir möchten Sie bitten, die Informationen an interessierte Frauen
weiterzuleiten. Gerne senden wir Ihnen Informationsmaterial per Post zu.
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
http://www.pegasusgmbh.de/consulting-coaching-qualifizierung/starke-frauen/

Mittwoch, 18. August 2010

Projekt der Myself: Prominente Frauen ungeschminkt / und natürlich seht schön...was zu ahnen war/ vielleicht liegt es eher an der Fotografin ?

http://www.myself.de/articles/schoenheit/beauty-berater/video/2010/08/17/22359

Girls Rock Camps / Artikel aus der TAZ vom 12. August

http://www.taz.de/1/leben/musik/artikel/1/in-der-dieterfreien-zone/

Netzneutralität ist der Schlüssel zur Wahrung des freien Internets!

Wir wollen ein freies und offenes Internet sicherstellen.
Ein freies Internet ohne staatliche oder wirtschaftliche Eingriffe ist Garant für freien Meinungsaustausch weltweit und damit die direkte Ableitung des Rechts auf Meinungsfreiheit. Netzneutralität ist elementar für unsere Demokratie.
http://pro-netzneutralitaet.de

Wie im echten Leben Die meisten Blogs im Netz stammen von Frauen. Doch wenn sie gehört werden wollen, gelten sie als karrieregeil. Artikel aus der TAZ vom 17.08

VON KATRIN STROHMAIER

Das feministische Blog "Mädchenmannschaft" befasst sich u.a. mit der Frage, warum Frauen im Netz scheinbar weniger präsent sind als Männer. Foto: screenshot

Im Netz hätte alles anders werden können: Mehr Gleichbehandlung, eine Loslösung von alten Geschlechterrollen. Doch das Internet ist ein von Männern dominiertes Medium, wie eine aktuelle Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen nahelegt: In Deutschland sind 79 Prozent der Männer und nur 65 Prozent der Frauen online. In den "deutschen Blogcharts" befinden sich die wenigen Bloggerinnen, die eine eigene Seite betreiben, auf den hinteren Rängen.

In den Charts landen die Blogs vorn, die am häufigsten verlinkt werden. Das Internet scheint eine aus feministischer Sicht ohnehin schon enttäuschende, männlich dominierte Realität abzubilden. Ende des vergangenen Jahres heizte die deutsche Soziologin und Bloggerin Anne Roth die Debatte um das Geschlechterverhältnis in der Blogosphäre an: Sie stellte fest, dass mit "Mondgras" das erste Blog, das von einer Frau betrieben wird, auf Platz 35 der eben erwähnten Charts auftauchte, zurzeit ist es Platz 46.
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Vor allem aber lässt sich Betreiberin Sarah Kroschel auf ihrer Seite vorwiegend über ihre Kaninchen oder über Freud und Leid bestimmter Maßnahmen zur Gewichtsregulierung aus. Ein Beispiel dafür, was FeministInnen und SozialwissenschaftlerInnen weiblichen Bloggern attestieren: Frauen schreiben demnach seltener als männliche Nutzer für breite Öffentlichkeiten "relevante" Themen wie Politik, Wirtschaft, Technik oder Medien.

Eine Studie der Ruhruniversität Bochum zeigt, dass 75,9 Prozent der Blogs, die Frauen schreiben, reine Tagebuchblogs sind. Bei den Männern sind es dagegen nur 37,1 Prozent. Zu diesem Schluss kommt auch der empirische Kulturwissenschaftler Klaus Schönberger in seiner Untersuchung "Doing Gender, kulturelles Kapital und Praktiken des Bloggens": "Frauen fühlen sich seltener ermächtigt, öffentlich zu sprechen", sagt er. "Das ist das Ergebnis jahrelanger kultureller Prägung." Er nennt das den "langen Arm des Real Life": Tatsachen von außerhalb des Netzes reproduzieren sich auch dort.

Weiterlesen unter
http://www.taz.de/1/netz/netzkultur/artikel/1/wie-im-echten-leben/

Links zu anderen Frauenblogs

Die Mädchenmannschaft hat mal wieder nach aktuellen Frauenblogs gefragt - hier eine Liste der Frauen, die sich eingetragen haben. Zum NAchlesen, Freundschaft schließen, Kommentare senden und verlinken.

- Annina fragt spannende Bloggerinnen aus und freut sich, wenn auch du dich interviewen lässt:
http://www.girlscanblog.org/


- Ninette bloggt über ihren Alltag:
http://halbbluthobbit.myblog.de/


- Jana hat ein Fotografieblog und dort u.a.
die größte Sammlung deutschsprachiger Fotografinnen-Blogs:
http://www.janasworld.de/

- La Moustache schreibt über Film und Kunst:
http://dp.wiklog.com/what-the-blog/

- Sandra bloggt über Frauen-Spiritualität, Feminismus, Veganismus und das Leben mit Behinderung:
http://www.weiberkraft.net/blog/

- Claudias Themen sind Leben, Denken, Fühlen, Kunst und Verantwortung:
http://www.claudiakilian.de/

- Auf Pollys Blog kommt "alles, was ich will, und das nicht immer politisch korrekt":
http://infemme.twoday.net/

- Nicolas Thema als Wissenschaftsjournalistin ist das Gesundheitssystem:
http://www.kuhrtgesagt.de/

- Gudrun ist das Piratenweib – politisch, sozialkritisch, feministisch und anarchistisch:
http://www.piratenweib.de/

- Bei Barbara gibt es Popkultur mit feministischem und antirassistischem Ansatz:
http://www.popkontext.de/

- Auf Dorothées Blog erzählen zehn Mütter von ihrem Alltag:
http://dringlichkeiten.wordpress.com/

- Marine und Kirsten schreiben über Netzpolitik – auf Deutsch und Französisch:
http://vasistas.wordpress.com/

- Auf Arvinas Audioblog gibt es Beiträge zu Kultur und Politik:
http://listentome.blogsport.de/

- Juliane veröffentlicht mit ihren Frauensalon-Kolleginnen Infos aus dem Themenfeld Gleichberechtigung und Frauenpolitik:
http://stadtderfrauen.blogspot.com/

- Katharina schreibt in ihrem öffentlichen Notizheft über Politik, Medien und China:
http://www.schafott.net/

- Leena und ihr feministisches Kollektiv bloggen über Politisches und Kulturelles, über Feminismus, linke Politik und queere Lebensentwürfe:
http://siekamundblieb.blogspot.com/

- Gise hat ihre eigenen Theorien zu allem und schreibt sie auf:
http://www.meinetheorie.net/

- Kerstin stellt ihre Augenmädchen auf ihrem Blog vor - 
immer wieder neue Bilder, Zeichnungen und Drucke:
http://lichtblau.blogspot.com/

- Bei Katharina geht es um Web-Video-Marketing, Social Media und Public Relations:
http://pr.dreamj.de/

- Charlott schreibt über alles, was mit ihrem Studium der Afrikawissenschaft zusammenhängt:
http://afrikawissenschaft.wordpress.com/

Fashion Camp in Wien

http://www.barcamp.at/FashionCamp_2010
Ein Zusammentreffen von interessanten Personen bis hin zum Clash der Kulturen. Die Zukunft der Mode, die Veränderung von Kommunikation, Markt und Trendverbreitung. Das Internet als Wegbereiter neuer Generationen.

Gemeinsam mit Bloggern und Bloggerinnen, Kreativen, Fotografen und Fotografinnen, Geeks & Nerds, Designern und Designerinnen, Internetmenschen, (Online)Shop Betreiberinnen & (Online) Shop Betreiber, Modegeeks, Stylehunters, Gleichen, Schönen, Schiachen, Verrückten, Profis und vielen mehr.